Geschrieben am 13.01.2015

Große Herausforderungen prägen auch 2015

Der Neujahrsempfang der Stadt Calw am Dreikönigstag ist schon gute Tradition in der Hessestadt. Auch diesmal kamen wieder Hunderte von interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Aula, um sich von Oberbürgermeister Ralf Eggert auf das neue Jahr einstimmen zu lassen. In seiner Neujahrsansprache zog Eggert eine Bilanz des vergangenen Jahres, verbunden mit einem Ausblick auf 2015 und danach. 

Auch 2015 wird uns wieder die Frage beschäftigen, wie es mit den beiden Krankenhäusern im Kreis Calw weitergeht“, sagte OB Eggert, der bezweifelte, dass ein Krankenhaus-Neubau mit nur 105 Betten auf Dauer überlebensfähig sein werde. Das geplante Defizit von 4 Millionen Euro soll mit einem Überschuss von 5 Millionen Euro in Nagold kompensiert werden, was der Calwer OB unter starkem Applaus infrage stellte: In Deutschland gebe es keine einzige Klinik dieser Größenordnung, die ein solches Plus erwirtschafte. Ebenfalls wendete er sich gegen die geplante Verlagerung der Orthopädie nach Nagold. Die Orthopädie und Chirurgie in Calw haben im Jahr 2014 bereits annähernd die Fallzahlen erreicht, die als Vision für das Jahr 2020 in Nagold geplant sind. Damit gibt es wirklich keinen Grund aus Calw die Orthopädie nach Nagold abzuziehen.

Die geplante Hermann-Hesse-Bahn nannte Eggert „die wichtigste Infrastrukturmaßnahme für Calw und den Landkreis“. Calw profitiere vor allem durch seine Lage zu den großen Ballungszentren im Norden und im Osten und werde durch gute Verkehrsanbindungen gestärkt.

Ausführlich ging OB Eggert auf den Haushalt der Stadt Calw und die Entwicklung des Schuldenstandes ein: Nach den guten Jahren 2013 und 2014 werden 2015 und 2016 finanziell schwieriger werden, prognostizierte das Calwer Stadtoberhaupt. „Wir müssen bei der Erschließung von Wohnbau– und Gewerbegebieten mehr tun“, sagte Eggert und stellte die laufende Planung vor. Die Nachfrage nach Bauplätzen zeige, dass Calw eine attraktive Stadt sei, was sich auch im Stadtsäckel bemerkbar mache: Pro Einwohner bekommt die Stadt rund 1.000 Euro aus Zuweisungen. Im Bereich von Kultur und Tourismus waren im abgelaufenen Jahr das Hermann Gundert Jahr und die Eröffnung des Premium-Wanderweges
die Höhepunkte. Oberbürgermeisterliches Lob gab es zum Beispiel für die Aurelius-Sängerknaben die vor der schwedischen Königin Silvia und in der Pariser Oper gesungen haben und ein Aushängeschild für die Stadt Calw seien.

 

Calw Journal vom 09.01.2015

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