Geschrieben am 17.07.2017

Aus für Zentralklinik — Emder lehnen Projekt ab

DEMOKRATIE Bürger haben entschieden / Knapp 62 Prozent stimmten gegen Bau

In der Geschäftsstelle der Emder Ratsfraktion GfE verkündet Thomas Geiken (links) das Ergebnis.

Im Landkreis Aurich setzten sich die Befürworter durch. Dennoch wird das Vorhaben nicht realisiert.

EMDEN/AURICH — Die Bürger in der Stadt Emden haben sich mehrheitlich gegen die geplante Zentralklinik in Georgsheil entschieden. Damit ist das Projekt gescheitert obwohl im Landkreis Aurich eine Mehrheit gegen den Erhalt der Krankenhäuser in Aurich und Norden und damit für die Zentralklinik stimmte. Zentralklinik-Chef Claus Eppmann sagte: “Ich bin persönlich tief betroffen, weil eine Riesenchance einfach weggeworfen wurde.”

In Emden stimmten 61,92 Prozent (11 052) für den Erhalt des Krankenhauses in der Stadt. 38,07 Prozent (6796) sprachen sich für den Bau der Zentralklinik aus. Das Ergebnis bezeichnete Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann (SPD) als “große Enttäuschung”. Im Kreis Aurich sagten nur 45,53 Prozent (35 283) Ja zum Erhalt der Kliniken. Es war jedoch von vornherein klar, dass die Zentralklinik nur dann gebaut werden kann, wenn sowohl die Stadt Emden als auch der Landkreis Aurich im Boot sind. In der Stadt Aurich votierten knapp zwei Drittel (63,6 Prozent) für den Erhalt der Ubbo-Emmius-Klinik, in der Stadt Norden nur 45 Prozent. Der Auricher Landrat Harm-Uwe Weber (SPD) erklärte. man müsse nun “erst mal entscheiden, ob Aurich und Emden zusammenbleiben”. Das heißt: Der Emder Rat und der Auricher Kreistag werden sich mit der Frage befassen, ob das Klinikum Emden und die Ubbo Emmius-Klinik Aurich/Norden weiter zusammenarbeiten.

Marion Luppen und Gordon Päschel, Ostfriesen Zeitung vom 12.6.2017

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