Geschrieben am 17.07.2017

Aus für die Zentralklinik — Bürgerentscheid Emden gibt Ausschlag

Bürger im Landkreis Aurich stimmten gegen den Erhalt der örtlichen Kliniken.

AURICH/EMDEN

Die Bürger haben entschieden: Die Krankenhäuser in Emden (Hans-Susemihl) sowie Norden und Aurich (Ubbo-Emmius) bleiben bestehen. Eine Zentralklinik in Georgsheil wird es nicht geben. Rund eine Stunde nach Schließung der Wahllokale war die Entscheidung bereits gefallen. In der Stadt Emden setzten sich die Anhänger der örtlichen Krankenhäuser deutlich durch. Im Landkreis Aurich siegten die Zentralklinik-Befürworter (42203 Stimmen). Für den Erhalt der Kliniken in Norden und Aurich votierten 35283.Die Verantwortlichen um Landrat Harm-Uwe Weber (Aurich), Oberbürgermeister Bernd Bornemann (Emden) sowie Claus Eppmann (Chef der Trägergesellschaft für das Zentralklinikum) zeigten sich am Abend schwer enttäuscht von dem Ergebnis. Eppmann: “Ich bin tief betroffen.” Bornemann: “Wir werden in aller Ruhe und Konsequenz die weiteren Schritte überlegen.” Weber:“Wir müssen jetzt klären, ob die Stadt Emden und der Landkreis Aurich in der gemeinsamen Trägergesellschaft bleiben wollen.” Die Initiatoren des Bürgerentscheids durften gestern Abend jubeln. Margitta Schweers schickte Grüße an die erfolgreichen Emder. “Wir sind platt.” Ingeborg Hartmann-Seibt findet es “sehr gut, dass die Bürger das demokratische Angebot des Bürgerentscheids wahrgenommen haben.” In Aurich lag die Abstimmungsbeteiligung bei knapp 50 Prozent, in Emden bei etwa 44 Prozent. Insgesamt marschierten gestern rund 94000 Abstimmungsberechtigte zur Tat. Am Krankenhaus-Standort Norden stimmten die Bürger für die Abschaffung des örtlichen Krankenhauses und damit indirekt für die Zentralklinik (Norden: 54,8 Prozent). Am Standort Aurich votierten 63,6 Prozent für den Erhalt des Auricher Hauses und somit gegen Georgsheil.

Ostfriesischer Kurier vom 12.6.2017

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