Geschrieben am 23.10.2017

Patienten sprechen über Gelenkersatz

Podiumsdiskussion - Betroffene berichten von ihrem Leben vor und nach Operation

Am Mittwoch, 4. Oktober, berichten Patienten mit künstlichem Hüft‑, Knie- und Sprunggelenk über ihre Erfahrungen. Der kostenlose, mit der Rheuma Liga Calw organisierte Infoabend findet im Kurhaus in Bad Liebenzell statt.

Es ist eine Frage der Schmerzen: Durch Abnutzung, falsche Belastung oder eine Verletzung verschleißt der Knorpel, bis Knochen auf Knochen reibt. Diese degenerative Gelenkerkrankung wird Arthrose genannt und zunächst konservativ mit Krankengymnastik oder Medikamenten behandelt.

Wenn diese keine Erfolge mehr zeigt, nehmen die Schmerzen zu, die Gelenke tun dann sogar im Ruhezustand weh. Der Betroffene bewegt sich immer weniger und leidet unter einem immer kleineren Aktionsradius. Wann das Maß voll ist und die Schmerzen unerträglich werden, entscheidet der Patient. Rund 400000 Endoprothesen, also künstliche Gelenke, werden deutschlandweit jährlich eingesetzt.

Welche Konsequenzen?

Doch die Entscheidung fallt vielen nicht leicht: Was bedeutet die Operation tatsächlich, mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen, wie lange braucht der Körper, um sich wieder ganz zu erholen und was würden Patienten, die bereits einen künstlichen Gelenkersatz haben, heute anders entscheiden als vorher?

Um Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich ein Urteil aufgrund von Erfahrungen und Berichten aus erster Hand zu bilden, hat Martin Handel, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an den Kliniken Calw, drei Patienten gebeten, anderen Leidensgefährten Rede und Antwort zu stehen. Am Mittwoch, 4. Oktober, von 18 bis 21 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema »Künstlicher Gelenkersatz« statt, flankiert von zwei kurzen Vorträgen, die aus medizinischer Sicht die Thematik beleuchten sollen: Jens Döffert, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin in Calw spricht über »Narkose und Rheuma – Auswirkungen und Alternativverfahren zur Vollnarkose«, während Handel das Thema »schonende Operationstechniken bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken« aufgreift.

Der Schwerpunkt des Abends liegt jedoch in der Podiumsdiskussion. Drei betroffene Patienten werden vorgestellt und berichten über den Verlauf ihrer Behandlung, den Genesungsprozess sowie über ihr Leben vor und nach Implantation einer Endoprothese.

Im Anschluss an die Vorstellung werden Fragen der Zuhörer beantwortet. Auch individuelle Fragen der Zuhörer werden beantwortet.

Der kostenfreie Patienteninfoabend findet im Kurhaus Bad Liebenzell, Kurhausdamm 6, statt.

 

Schwarzwälder Bote, Teil Calw vom 28.9.2017

 

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