Geschrieben am 13.11.2017

Gesundheitscampus macht Schritt nach vorne

Klinik — Projektpartner beantworten Architekten Fragen zum Realisierungswettbewerb

Calw. Der Gesundheitscampus hat im Calwer Landratsamt einen weiteren Schritt Richtung Realisierung gemacht.

Im Rahmen des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs zur Gestaltung des Gesundheitscampus Calw stieg dort ein Kolloquium, bei dem 14 renommierte Architekturbüros aus Deutschland, Österreich und Luxemburg die Gelegenheit nutzten, um Fragen zur Auslobung des Wettbewerbs zu stellen.

Dabei ging es unter anderem um die Raum– und Funktionsprogramme des Klinikneubaus und der anderen Einrichtungen des geplanten Gesundheitscampus auf dem Stammheimer Feld III in Calw.

Weitere Schwerpunkte waren die äußere und innere Erschließung des Geländes sowie formale Bedingungen des Wettbewerbsverfahrens. Die Fragen wurden von den jeweiligen Campuspartnern und von Andreas Quentin, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Calw, beantwortet. Auch die anwesenden Fach– und Sachpreisrichter beteiligten sich an der intensiven Diskussion.

Die vertretenen Architekturbüros waren für das Angebot des Kolloquiums dankbar und kündigten an, dass sie die erhaltenen Antworten in die anstehenden Planungen einfließen lassen werden. Im Anschluss an das Kolloquium folgte eine gemeinsame Besichtigung des Baufelds auf dem Stammheimer Feld III.

»Dass wir 14 angesehene Architekturbüros mit einer hervorragenden Expertise im Krankenhausbau für die Teilnahme am Wettbewerb zur Realisierung des Gesundheitscampus Calw gewinnen konnten bestätigt, dass  es sich um ein innovatives und zukunftsfcihiges Projekt handelt«, freute sich Landrat Helmut Riegger. »Ich bin überzeugt, dass wir eine sehr spannende Auswahl an Gestaltungsvorschlägen erhalten werden«, so Riegger weiter.

Die Preisgerichtssitzung ist auf den 28. März 2018 terminiert. Vom 9. bis 13. April 2018 werden die Wettbewerbsergebnisse im Landratsamt öffentlich ausgestellt.

Auf dem 6,5 Hektar großen Gesundheitscampus Calw sollen ergänzend zum neuen Krankenhaus ein Nephrologisches Centrum mit 25 Dialyseplätzen, ein Zentrum für Psychiatrie mit einer Klinik für Psychosomatik (30 Betten), einer Tagesklinik für Kinderund Jugendpsychiatrie (12 Plätze) und einer Psychiatrischen Institutsambuianz sowie ein »Haus der Gesundheit« entstehen. Letzteres wird die S-lmmobilienvermögen Gesellschaft der Sparkasse Pforzheim Calw als Bauträger errichten und an verschiedene Praxen, eine Kardiologie, den Pflegestützpunkt sowie auch an ein AOK– und ein PORT-Gesundheitszentrum vermieten.

Die Idee, einen Gesundheitscampus mit mehreren separaten, aber räumlich verbundenen Gesundheitseinrichtungen rund um den Klinikneubau auf dem Stammheimer Feld in Calw zu etablieren, entstand aufbauend auf den Planungen zum Neubau des Calwer Krankenhauses während der Erarbeitung der Medizinkonzeption 2020. Ziel ist eine patientenzentrierte und intersektorale Zusammenarbeit verschiedener Professionen des ambulanten Sektors sowie zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor.

Dieses Konzept wird sowohl vom baden-württembergischen Sozialministerium als auch von der AOK BadenWürttemberg ausdrücklich unterstützt.

Der Landkreis investiert rund 36 Millionen Euro für den Klinikneubau (ohne Parkplätze und Außenanlagen), die anderen Partner insgesamt rund 20 Millionen Euro für die angegliederten Einrichtungen.

Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 12.11.2017

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