Geschrieben am 15.01.2018

Krankenhauscampus wird gebraucht

Wenn ein Zentralklinikum keine Option ist, dann muss für die Zwei-Häuser-Lösung für Calw deutlich mehr getan werden. Denn die geplanten 135 Betten reichen doch hinten und vorne nicht. Die Unfallchirurgie und operative Orthopädie darf in Calw auf keinen Fall auseinandergerissen werden. Denn nur zusammen ist ein tragfähiges stationäres chirurgisches Konzept möglich. Alles andere ist Geschwafel und Augenwischerei. Ich höre immer „Gesundheitscampus“. Wir brauchen aber einen Krankencampus, denn für Gesunde gibt es schon genug Angebote. Wenn man sich wirklich „ganz bewusst“ sein will, was man mit „strukturpolitischen Gründen“ meint, kann man in Calw für die Hälfte des Kreises doch nicht mit einem 135-Betten-Haus für die stationäre Versorgung Chirurgie, Innere, Gynäkologie/Geburtshilfe und Neurologie daher kommen — enthauptet, degradiert, kaputtgespart, demotiviert, den Fliehkräften ausgeliefert. Da ist es meines Erachtens nach verlogen, davon zu sprechen, „beide Krankenhausstandorte zu erhalten“. Herr Landrat, können Sie den Hirsauern, Schömbergern und Liebenzellern noch ehrlich ins Gesicht schauen?

 

Von Dr. Eberhard Bantel, Calw-Altburg

abgedruckt im Schwarzwälder Boten Teil Calw vom 13.1.2018

 

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