Geschrieben am 09.04.2018

Nichts ist alternativlos.

Will man das Krankenhausproblem innerhalb der Calwer Kreisgrenzen lösen, so bleiben die beiden bekannten Möglichkeiten einer Zentralklinik oder zwei Vollkliniken in Nagold und Calw. Allerdings hat der Kreis Calw den Geburtsfehler, dass überall und alles aus ihm auseinanderstrebt.

Strukturpolitisch wäre es sinnvoll, über die Kreisgrenzen Calws hinaus mit Sindelfingen/-Böblingen
sowie Freudenstadt gemeinsam an der Krankenhausplanung zu arbeiten. Die Kliniken in Sifi/Böbl. und Nagold sind zu weit entfernt von der Stadt Calw und Umfeld. Und die Campus-Konstruktion ist außerstande, die wohnortnahe Patientenversorgung Calws sicherzustellen, was über 100 Ärzte inhaltlich unbestritten öffentlich begründet haben.

Warum muss das noch nicht gebaute Großklinikum in Böblingen dort auf das Flugfeld gesetzt werden?

Es sollte näher zur Kreisgrenze von Calw rücken. Z. B. nach Schafhausen nördlich der Bahnschleife.
Gerade wird ein Tunnel zur Umgehung von Darmsheim fertig und man kommt barrierefrei in 20 Autominuten von Sifi/Böbl. nach Schafhausen — und ebenso barrierefrei über die B 295 in 30 Autominuten von Calw aus. Und die vergleichsweise am äußersten Zipfel des Kreises Calw liegende Klinik in Nagold versorgt für den Kreis Freudenstadt weiterhin die Stadt Horb.

Ein Großklinikum bei Schafhausen wäre ein Kristallisationsprojekt zur wirtschaftlichen Entwicklung Sindelfingen/Böblingens und dessen westlich gelegenen ländlichen Raumes. Es entspannt die Zukunfts– probleme der Ballungszentren. Sind die „Kirchturminteressen“ in Sifi/Böbl. zu groß, bleibt folgerichtig
nur ein voll funktionsfähiges Krankenhaus auch am Standort Calw.

Von Henning Külz, Calw

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