Geschrieben am 30.05.2018

Campus-Entwicklungsmöglichkeiten auf Areal nahe Krankenhaus

BETRIFFT: Artikel »Bebauung? Nicht ohne Krankenhaus« auf der Seite Calw vom 17. Mai sowie Karikatur auf der Seite Calw vom 18. Mai

Wenn auch der Berichter und Kommentator in der Donnerstagsausgabe vom 17. Mai, dazu der Karikaturist in der Freitagsausgabe vom 18. Mai unserer Lokalzeitung gerne spötteln zur Entscheidung des Calwer Bauund Umweltausschusses, so will zumindest ich meinen tiefsten Dank dieser Zurückhaltung gegenüber zum Ausdruck bringen. Denn erstens ist das Calwer Krankenhausprozedere noch lange nicht in trockenen Tüchern und zweitens wäre es meiner Ansicht nach ein »himmelschreiender

Schildbürgerstreich « dieses inzwischen zum Calwer Eleganz-Wahrzeichen gereifte Krankenhaus von einem prinzipiell (mehrfach selbst erlebt) gesundheitsförderlich wirkenden Standort in ein immer trister werdendes Gewerbegebiet zu verlagern. Dazu kommt, dass weder Stadtrat noch Kreistag noch Hessebahn-Kämpfer es offenbar realisiert haben, dass eben die Hesse-Bahn-Strecke nordöstlich so dicht am gegenwärtigen Krankenhaus-Standort vorbeiführt, dass es eigentlich logisch erscheinen müsste, dieses auch in direkter Weise an den öffentlichen (Schienen-)Nahverkehr anzubinden.

Schaut man sich diese Konstellation auf dem Calwer Stadtplan dann noch näher an, so ist zu erkennen, dass auch eine zwar nicht billige, aber weit zukunftsfähigere, direkte Anbindung an den ZOB möglich wäre. Damit könnte dann auch die lästige Tunnel-/Fledermausproblematik vergessen werden, als auch die sehr zeitraubende »fünf-Kilometer-Schleifenfahrt « (Hirsau-Schleife mit doppelter Tälesbachquerung) samt Sanierungskosten erspart sein. Eine weitere Erkenntnis scheint mir der Stadtplan-Einblick noch darzubieten: Die bebaubaren Areale nordöstlich (und eben auch das südwestliche Investorenareal) des gegenwärtigen Krankenhaus-Standortes bieten meiner Meinung nach weit bessere »Gesundheits-Campus-Entwicklungsmöglichkeiten« als das bauwütige Verschandeln ebener Acker– und Wiesenflächen im Stammheimer Feld (dazu ja bekannt ist, dass selbst Großkliniken es durchaus effektiv zu nützen wissen, wenn Hanglagen die Chance bieten, unterschiedliche Zugangsebenen zu bieten; zum Beispiel am Tübinger Schnarrenberg).

Ich hätte hier noch manch weiteres Argument zur Krankenhaus-Standorttreue vorzubringen und möchte dies bei nächster Gelegenheit nachliefern.

Von Martin Dengler, Calw
Schwarzwälder Bote, Teil Calw und Umgebung vom 29.05.2018

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