Geschrieben am 07.01.2020

Leserbrief zur Veröffentlichung im Schwarzwälder Boten

Die Öffentlichkeit wurde durch den Kommentar von Herrn Roland Buckenmaier vom 18.12.19 über den Verlauf  der Kreistagssitzung vom 16.12.19 mit der Darstellung, Prof. Handels konstruktive Anregungen zum Neubau der Klinik in Calw stünden ihm „wegen Befangenheit“ nicht zu und er hätte „vom Sitzungstisch abrücken müssen“ teilweise unangemessen und falsch informiert.

Der Kommentator verzichtet leider auf die Wiedergabe der von Prof. Handel vorgetragenen Anregungen zugunsten von einseitiger Unterstützung der unbestritten erfolgreich agierenden Verwaltungsspitze.

Nach dem ethischen Standard für den Journalismus entspricht der Kommentar nach meiner Auffassung weder der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit noch der Wahrung der Menschenwürde. Die unzutreffende Behauptung, ein aus dem Stand mit überwältigender Mehrheit gewähltes Mitglied des Kreisrates dürfe wegen seines sozialen Status als Chefarzt oder als Angestellter des öffentlichen Dienstes seine qualifiziert sachkundige Ansicht im Kreistag wegen Befangenheit nicht vortragen, trägt Merkmale von Diskriminierung. Richtig ist, dass es Prof. Handel nicht „um die Zukunft der eigenen Klinik“ geht – die gehört immer noch dem Klinikverbund Südwest – sondern um die Patienten, die er an seinem Arbeitsplatz versorgt. Nach  langjährigem professionellen Kontakt weiß er um die Bedürfnisse der Patienten  bei Untersuchung, Pflege und Behandlung im Krankenhaus unanfechtbar besser Bescheid als die meisten Mitglieder des Kreisrates und seine Vorschläge zur Optimierung der Abläufe fehlen merkwürdigerweise in dem Kommentar.  

Von Dr. med. Hans Strasser, Calw-Altburg

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