Leserbriefe

Geschrieben am 15.09.2017

Bessere Alternative

Calws Alt-OB Lehmann hat recht, wenn er den Standort für ein neues Calwer   Krankenhaus auf dem Stammheimer Feld kritisch hinterfragt: Ein neues Krankenhaus am Rande eines Industriegebietes? Gibt es neben den bürokratisch-rechtlichen Aspekten hierzu ein Lärmgutachten oder ein Emissionsgutachten? Trifft das Gerücht zu, dass die Fenster in dem neuen Krankenhaus wegen der Emissionen nur zur Talseite geöffnet werden dürfen? Wo sollen die Patienten spazieren gehen und genesen? Die Verwaltungsspitze des Kreises hüllt sich zu all diesen Fragen, die die Bürger interessieren, wie gewohnt in Schweigen und übt sich weiter in markigen Durchhalteparolen. Gibt es Alternativen zum Stammheimer Feld? Ja, es gibt sie. Bei der Erarbeitung der Ausstellung »100 Jahre Krankenhaus Calw« zusammen mit Ina Roy bin ich auf komplett fertige Pläne eines Architekturbüros einschließlich Modellfotos auf Hochglanzpapier für ein neues Calwer Krankenhaus aus dem Jahr 1964 gestoßen. » weiterlesen

Geschrieben am 14.09.2017

Überstürzte Eile hat schon immer geschadet!

Warum diese übertriebene Hetze bei der Krankenhausplanung in Calw? Ich hatte während der Sommerferien mit Kollegen und im Freundeskreis über den Sachstand der Krankenhausplanung Calw gesprochen und folgendes erfahren: Im Oktober 2014 habe die Stadt Calw beim Regionalverband in Pforzheim die Änderung des Regionalplanes 2015 beantragt. » weiterlesen

Geschrieben am 13.09.2017

Keine Abstriche

Mittlerweile kann ich es nicht mehr hören (lesen): die da in Nagold, die da in Calw, die da im Süden und die da im Norden. Wann begreift endlich jede/r, dass es sich um ein Krankenhaus in unserem Landkreis handelt, das lediglich auf zwei Standorte aufgeteilt wird. Wenn man so will ein absoluter Luxus für die Größe unseres Landkreises. Bei vielen Landkreisen im Land ist man oftmals froh, wenn man überhaupt noch ein vollwertiges Krankenhaus hat! Sicher kann man immer wieder neue Ideen und Alternativen ins Feld führen, aber wo war denn die Alternative Landesklinik, als die ganze Diskussion begann? Nachdem Konzepte erarbeitet, viel Geld für Berater ausgegeben und ein Konzept  verabschiedet wurde, kommt diese neue Variante auf den Tisch. Der Landkreis hat seine Arbeit gemacht. Wie der Krankenhausbetrieb organisiert wird, ist Sache der Betreiber, in erster Linie der Krankenhausleitung unter Berücksichtigung örtlicher, regionaler  Gegebenheiten und des zur Verfügung stehenden oder noch zu suchenden Personals und deren Bereitschaft, in unserem Landkreis zu arbeiten. Ich bin überzeugt, dass wir keine Abstriche bezüglich unserer Gesundheits– und Notfallversorgung machen müssen. Nur eine Bitte zum Schluss: Es muss gewährleistet sein, dass der Landkreis Calw eine funktionierende Geburtenabteilung hat, ohne Einschränkungen. Gerade im Hinblick auf die Gott sei Dank wieder steigende Geburtenrate immens wichtig. Und wenn nun bereits viel Geld ausgegeben wird, warum dann nicht wieder an beiden Standorten eine entsprechende Abteilung?

Herbert Müller, Nagold
Schwarzwälder Bote vom 12.9.2017, Teil Nordschwarzwald

Geschrieben am 07.09.2017

Haben wir einen Klinikverbund?

Die Berichterstattung und die Leserbriefe vom 6.9.2017 zur Einschränkung der Leistungen der Geburtshilfe in Calw zeigen: Da stimmt was nicht! Personalsituationen, wie sie in diesem Verbund auftreten, lassen auf eklatante Fehler im Personalmanagement oder auf eine Strategie schließen. Letzteres ist zu vermuten. Nachdem der Kreistag unter Führung von Landrat Riegger entschieden hat, dass eine Geburtshilfeabteilung im Landkreis verbleiben muss, geht man beim Klinikverbund andere Wege: Man besetzt freie Stellen nicht, obwohl es geeignete Bewerber gab und gibt. Dann verkündet die Presseabteilung des Klinikverbunds, die in Sindelfingen sitzt, in einer reißerischen Mitteilung, dass die Calwer Klinik an den Wochenenden den Kreissaal schließen muss und verweist auf andere Kliniken im Kreis Böblingen. » weiterlesen

Geschrieben am 07.09.2017

Wäre Verlust für Familien

BETRIFFT: »Engpass in der Geburtshilfe« vom 31. August

Es ist meiner Meinung nach schon ein Trauerspiel, wenn in einem Krankenhaus einer großen Kreisstadt an bestimmten vorgegebenen Tagen die Entbindungsabteilung einfach schließt und das mit der Begründung einer akuten Personalsituation. Wie doch jeder weiß, werden Kinder rund um die Uhr geboren. Was haben die Verantwortlichen versäumt explizit in eihe solche Schieflage zu kommen. Als Hebamme (jetzt im Ruhestand) war ich einige Jahre in dieser Abteilung tätig und liebte diese schöne und, wie ich hörte, bis dato durchaus sehr gut frequentierte Entbindungsstation. » weiterlesen

Geschrieben am 07.09.2017

Am Ende nur Verlierer

BETRIFFT: »Engpass in der Geburtshilfe« vom 31. August

Seit zwei Jahren bemühen sich vor allem die Hebammen im Kreißsaal Calw mit größtem persönlichen Engagement um den Erhalt einer guten, ortsnahen geburtshilflichen Abteilung im Klinikum Calw. Der Bericht mit seiner reißerischen Überschrift könnte dazu führen, dass sich werdende EItern zukünftig abwenden und andere Kliniken suchen. » weiterlesen

Geschrieben am 07.09.2017

Unerträgliche Auslagerung

Die Zerschlagung der bestens bewährten Abteilungen des Kreiskrankenhauses Calw scheint unumkehrbar beschlossen mit Verlegung der Orthopädie nach Nagold sowie drohendem Abbau von Betten und Abzug weiterer Abteilungen wie Onkologie und Frauenheilkunde/ Geburtshilfe. Ein fertiger Plan zur Exekution des bisherigen Krankenhausareals wurde völlig überraschend für die Bevölkerung und ihre gewählten Vertreter aus dem Hut gezaubert. Unfassbar, dass bei dieser Größenordnung »eines neuen Stadtteils« auf öffentliche Ausschreibung eines Planungswettbewerbs und fachkundige Juroren verzichtet wird. » weiterlesen

Geschrieben am 07.09.2017

Betrifft: „FDP: Kritik an Plänen kontraproduktiv“ vom Donnerstag, 29. August 2017 im Schwarzwälder Boten

So naiv kann doch Herr Braun nicht sein, zu sehen, dass das Krankenhaus-Konzept 2020 nur Nagold zukunftsfähiger macht. Der Klinikverbund tut zu wenig, z. B. die personellen Engpässe in der Geburtshilfe anzugehen. Stattdessen wird Calw ausgeweidet. Schon kreisen die Geier aus dem Süden, um sich die Gynäkologie und Onkologie auch noch einzuverleiben. Sieht so ein faires, nachhaltiges Konzept aus, um für die Bevölkerung des gesamten Kreises eine stationäre akutmedizinische Grundversorgung zu garantieren? » weiterlesen

Geschrieben am 07.09.2017

Bundeswehr einbezogen?

BETRIFFT: »FDP: Kritik an Plänen kontraproduktiv« und Leserbriefe zur Klinikdebatte vom 29. August

FDP-Kreisrat Karl Braun aus Haiterbach plädiert für das Vorhaben Konzept 3+ und behauptet, dass damit eine »hervorragende« Aufstellung erreicht werde. Ein Versuch, das Konzept umzudrehen, sei kontraproduktiv. Dagegen bemerkt Bernd Neufang, dass seit der Einlassung des ZfP neue Voraussetzungen beziehungsweise Bedingungen geschaffen wurden. Eine größere Intensivstation sei »unverzichtbar«. Die Verlegung der orthopädischen Chirurgie sei »unsinnig«. Es wird das Land ins Spiel gebracht, weil die ehemalige Landesklinik als ZfP immer noch dem Land untersteht oder gehört. » weiterlesen

Geschrieben am 29.08.2017

BETRIFFT: “Klinikum bangt um Intensivversorgung” Artikel vom 10.8.2017

Das Klinikum Nordschwarzwald muss zu Recht um die Intensiv-Versorgung im Kreiskrankenhaus Calw bangen, denn eine jahrzehntelange bewährte Zusammenarbeit bricht mit dem Medizin-Konzept 2020 zusammen, ebenso die eingespielte Kooperation mit dem KSK. Die geplante Intensivstation von 4 Betten soll nicht einmal mehr einen Patienten dauerbeatmen können. Obwohl das Krankenhaus für 21.000 Menschen das nächstgelegene darstellt, gegenüber 14.000 in Nagold, werden die Intensiv betten halbiert. Ein Landrat, der so etwas zulässt, hat für mich kein Rückgrat. » weiterlesen