Letzte Vereinsmitteilungen

Hier können Sie die Stellungnahmen der Ärzteschaft und des Fördervereins “Pro Krankenhäuser Calw und Nagold” sowie des Fördervereins “Ganz nah” nachlesen.

Geschrieben am 22.11.2021

Protokoll über die Mitgliederversammlung Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V. am 12.11.2021 im Sitzungssaal des Rathauses Calw

Beginn: 19:00 Uhr
Ende: 20:45 Uhr
Protokoll: Dr. Steffi Druckenmüller

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Anzahl der stimmberechtigten Personen: 17

Der 1. Vorsitzende, Dr. Uli Roth begrüßte die Vereinsmitglieder, den anwesenden Oberbürgermeister Florian Kling und die Vertreterin der Presse.

Er stellte fest, dass zur Mitgliederversammlung 2021 alle Mitglieder fristgerecht auf dem postalischen Weg geladen wurden (Anlage 1). Zusätzlich wurde über den Schwarzwälder Bote in zwei Beiträgen und im Calw Journal informiert.

Dr. Uli Roth stellte die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung fest. 

Als Protokollführer wurde von Dr. Uli Roth Frau Dr. Steffi Druckenmüller vorgeschlagen. Dem Vorschlag wurde einstimmig entsprochen.  

2. Berichte der Vorstände

Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Uli Roth Der Bericht ist als Anlage 2 beigefügt.

Bericht des stellvertretenden Vorsitzenden und Sprecher der BI Prof. Bernd Neufang Der Bericht ist als Anlage 3 beigefügt.

Bericht des stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Eberhard Bantel Der Bericht ist als Anlage 4 beigefügt.

Bericht des Kassiers Frau Gerlinde Gress Aufgrund der Corona-Pandemie umfasst der Bericht die Jahre 2018 bis 2020.

3. Bericht der Kassenprüfer

Der Bericht der Kassenprüfer Frau Rosi Schaber und Herr Walter Schlecht wurde von Herrn Walter Schlecht vorgetragen. Es gab keine Beanstandungen, weswegen die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes vorbehaltlos empfehlen.

4. Eingegangene Anträge

Keine

5. Satzungsänderung  

Die geplante Satzungsänderung wurden den Mitgliedern mit der Einladung zugeleitet. Die Satzung mit zwei redaktionellen Änderungen in §7 Abs. 1 und Abs. 2 ist zur Mitgliederversammlung nochmals verteilt worden.

Die Satzungsänderung wurde von Prof. Bernd Neufang nochmals erklärt (Anlage 5) und auf seinen Antrag zur Abstimmung gestellt.

Die Satzungsänderung wurde einstimmig genehmigt. Die genehmigte Version ist als Anlage 6 beigefügt.

6. Entlastung des Vorstands

Der Tagesordnungspunkt wurde vom anwesenden Oberbürgermeister Florian Kling übernommen. Er dankte dem Verein für seine Arbeit und begrüßte die Satzungsänderung.

Auf seinen Antrag wurde der Vorstand einstimmig bei Enthaltung der Vorstände entlastet.

7. Neuwahlen

Vorbemerkung: Die zu Wählenden haben sich jeweils kurz vorgestellt.  

7.1 Wahl des 1. Vorsitzenden

Obürgermeister Florian Kling stellte den Antrag, Prof. Bernd Neufang zum 1. Vorsitzenden zu wählen. Der Antrag wurde in offener Abstimmung einstimmig angenommen. Prof. Bernd Neufang hat die Wahl angenommen und danach die Sitzungsleitung übernommen. Er dankte Dr. Uli Roth und Dr. Eberhard Bantel für die geleistete Arbeit und bedauerte ihr Ausscheiden aus dem Vorstand.

7.2 Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden

Prof. Bernd Neufang stellte den Antrag Dr. Tobias Eppel, Dr. Friedrich Hezel und Dr. Ewald Prokein zu stellvertretenden Vorsitzenden zu wählen. Der Antrag wurde in offener Abstimmung einstimmig angenommen. Die Wahl wurde angenommen.

7.3 Wahl Kassier

Prof. Bernd Neufang stellte den Antrag Frau Gerlinde Gress zum Kassier zu wählen. Der Antrag wurde in offener Abstimmung einstimmig angenommen. Die Wahl wurde angenommen.

7.4 Wahl Schriftführer/Pressewart

Prof. Bernd Neufang stellte den Antrag Frau Dr. Steffi Druckenmüller zum Schriftführer/Pressewart zu wählen. Der Antrag wurde in offener Abstimmung einstimmig angenommen. Die Wahl wurde angenommen.

7.5 Wahl von Beisitzern

Nach der Satzung können bis zu fünf Beisitzern gewählt werden. Prof. Bernd Neufang stellte den Antrag Frau Rosi Schaber, Dr. Hans Strasser, Dr. Rolf Johnen und Herrn Konstantin Römer als Beisitzer zu wählen. Der Antrag wurde in offener Abstimmung einstimmig angenommen. Die Wahl wurde angenommen.

7.6 Wahl Kassenprüfer

Prof. Bernd Neufang stellte den Antrag Herrn Walter Schlecht und Herrn Werner Stoll zu Kassenprüfern zu wählen. Die Wahl wurde angenommen.

8. Antrag Ehrenmitglied

Oberbürgermeister Florian Kling würdigte die Verdienste von Dr. Uli Roth (Anlage 7) und stellte den Antrag, ihn zum Ehrenmitglied zu wählen. Der Antrag wurde in offener Abstimmung einstimmig angenommen. Die Wahl wurde angenommen.

9. Ausblick

Prof. Bernd Neufang erläuterte die künftigen Schwerpunkte der Vereinsarbeit (Anlage 8) und schloss die Mitgliederversammlung um 20:45 Uhr.

Calw, den 16.11.2021

Dr. Steffi Druckenmüller                                  Prof. Bernd Neufang

Anlage 1: Anschreiben zur Mitgliederversammlung 2021

Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.

Liebe Mitglieder hiermit laden wir zu einer Mitgliederversammlung auf den Freitag, den 12.11.2021 um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Calw ein.

Es ist folgende Tagesordnung vorgesehen:
1. Begrüßung/Feststellung der Beschlussfähigkeit/Wahl eines Protokollführers
2. Bericht des Vorstands
3. Bericht der Kassenprüfer
4. Hinweis auf eingegangene Anträge
5. Beschluss einer Satzungsänderung (siehe Anlage)
6. Entlastung des Vorstands
7. Neuwahlen
8. Antrag auf Ernennung von Ehrenmitgliedern
9. Ausblick

Leider hat „Corona“ keine frühere Mitgliederversammlung zugelassen. Wir sind der Stadt Calw dankbar, dass wir die Mitgliederversammlung im Rathaus abhalten können.

Der Verein wurde im Jahre 2005 als eine Reaktion zur geplanten Abstufung des Calwer Krankenhauses gebildet. Seit dieser Zeit ist Dr. Axel Ulrich der 1. Vor­sitzende. Ihm stand ideengebend insb. der 2. Vorsitzende Dr. Friedrich Hezel zur Seite.

Zwischenzeitlich gab es mehrere Gutachten und unterschiedliche Modelle. Es ist auch der Bevölkerung der Region Calw und der Arbeit der Bürgerinitiative Kranken­haus Calw, einem Ausschuss des Vereins, zu verdanken, dass im Stammheimer Feld ein Gesundheitscampus mit einem voll funktionsfähigen Krankenhaus entsteht. Die jetzige Ausgestaltung des Gesundheitscampus, den OB Kling jüngst als Schwarz­waldklinik bezeichnete, ist auch ein Verdienst von Landrat Riegger.

Dr. Roth und Dr. Bantel stehen leider für eine Wieder­wahl nicht mehr zur Verfügung.

Gleichwohl ist die Vorstandschaft der Auffassung, dass der Verein mit einer anderen Zielsetzung weiter benötigt wird. Das künftige Vereinsziel ist: Die Förderung der sta­tionären und ambulanten Versorgung der Bevölkerung durch die Krankenhäuser des Land­kreises, Medizinische Versorgungszentren und Hausarztpraxen sowie Institu­tionen, deren Zweck die Pflege und Betreuung von kranken, alten und behinderten Menschen ist. Aus diesem Grunde haben wir den Antrag gestellt, den Vereinsnamen anzupassen, zumal die bisherige Außenwirkung im Wesentlichen durch die Bürger­initiative Krankenhaus Calw gegeben war. Dieser soll lauten: Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw.

Es gilt nun in der Mitgliederversammlung nicht nur verdiente Vorstandsmitglieder zu verabschieden, sondern dem Verein eine Neuausrichtung zu geben. Deswegen wären wir dankbar, wenn möglichst viele Mitglieder den Weg ins Rathaus auf sich nehmen würden.

Zur Umsetzung der Vereinsziele ist der als gemeinnützig anerkannte Verein auf Spenden angewiesen. Dankbar sind wir für Spenden auf das Konto:

Verein Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.
Sparkasse Pforzheim Calw
IBAN: DE80 6665 0085 0000 0329 99
BIC: PZHSDE66XXX

Abschließend haben wir die Bitte, dass Sie uns Ihre E‑Mailadresse an info@prokhcwna.de mitteilen. Durch den Einsatz von elektronischen Medien können wir Kosten einsparen.

Bitte beachten Sie, dass die am Versammlungstag geltenden Corona-Regelungen anzuwenden sind.

Dr. Axel Ulrich Roth
Dr. Eberhard Bantel
Prof. Bernd Neufang
Dr. Ewald Prokein

Anlage 2: Beitrag Dr. Roth

Es ist geschafft!

Der Kreis Calw erhält auf der Gemarkung Stammheim ein neues Klinikum, mit auf dem aktuellsten Stand der Medizintechnik basierender Ausstattung, auch in Hinblick auf das Pandemiegeschehen. Dazu eine Anbindung verschiedener medizinischer Fachrichtungen  und weiterer infrastruktureller Einrichtungen. Genauso wie es die Vereinsführung von Anbeginn an gefordert hat und nun die Verwaltung den griffigen Begriff „Gesundheitscampus„ im Sprachgebrauch führt. Der Bericht des Vorsitzenden könnte hier als Erfolgsgeschichte schon enden. Doch das Statement des Heute verlangt auch eine Beleuchtung der Ereignisse in diesem Zusammenhang seit der letzten Hauptversammlung des Vereins als Rechenschaftsbericht.

Zuallererst gilt mein Dank an die Kassiererin Frau Gress, welche mit viel Sachverstand die wirtschaftlichen Belange des Vereins auf ein daten- und verwaltungstechnisch aktuelles Niveau gebracht hat und ebenso die Mitgliederverwaltung mit tatkräftiger Unterstützung von Frau Schaber und Herrn Dr. Bantel. Allein durch die Umstellung auf Email basierender Adressen ersparen wir uns Portoausgaben von mindestens 400 Euro . Danke! Ich  denke, ich kann im Namen aller Bürger in Calw und dem Einzugsgebiet unserer Gemeinde und des Klinikums von Calw und Nagold, Dankbarkeit und Anerkennung für die in vorderster Linie Engagierten der Bürgerinitiative im Verein aussprechen.

Dem stv. Vorsitzenden im Verein und Sprecher der BI, Prof. Bernd Neufang, dessen Hartnäckigkeit und politischer Spürsinn entscheidend die Geschicke um das Krankenhaus beeinflusst haben, dem weiteren stv. Vorsitzenden und mit bienenfleißigem Sachverstand  versehenen  Dr. Eberhard Bantel, der bestens vertraut ist mit Gerippe, Fleisch und Seele eines Klinikums, was gleichermaßen auf den ehemaligen Chefarzt der Inneren Abteilung im Calwer Krankenhaus Dr. Ewald Prokein zutrifft.

Dazu zählen weitere etwa 20 Personen, die ständig wertvolle, weil mit medizinischem und anderweitigem Sachverstand versehene Unterstützer, die sich in den Sitzungen der BI eingebracht haben. Dass ich sie hier nicht nenne ist dem Umstand zuzuschreiben, nicht alle um ihr Einverständnis gefragt zu haben und bei mancher dieser Personen weiß ich, dass ihr Engagement bei Nennung von Außerhalb nicht auf Gegenliebe stößt, um es vorsichtig zu formulieren.

Ohne die Leistungen der vielen Mitstreiter in der Geschichte des Vereins in unseren Anstrengungen für die Gesundheitsversorgung im Kreis schmälern zu wollen, als bestverstandenes Beispiel für Teamwork, wo sich jeder entsprechend seiner Möglichkeiten einbringt, möchte ich mich doch ganz besonders  bei  Dr. Frieder Hezel bedanken, dem Vorsitzenden der ersten Stunde und „spiritus rector“ im Arbeitskreis medizinisches Zukunftskonzept des Vereins, dessen Kompetenzen auf allen Ebenen der Verantwortlichen des damaligen, initialen Prozesses im Jahr 2004 Gehör fanden.

Die zukunftsweisenden Analysen aus seiner Feder zu medizinischen Versorgungsaspekten im Kreis Calw, der Neuausrichtung eines perspektivisch schlüssigen Krankenhauskonzeptes, die Idee eines Klinikums an zwei Standorten als Alternative zu dem politisch nicht umsetzbaren Plan eines Klinikums in Einhäusigkeit, die Verknüpfung der Versorgungsstrukturen von Niedergelassenen und Klinik, all das hätten Verantwortliche im Kreistag zum Nulltarif haben können. Stattdessen bemühte man sich um eine, stellenweise mit viel Geld und Gutachten zur Untermauerung einer persönlichen, von vordergründig wohl zyklopisch- wirtschaftlichen Denkens geprägter Einschätzung, einer insbesondere medizinisch realitätsfernen Strukturänderung der Kliniken im Osten des Kreises. Nicht zu vergessen der Entsorgung auf diesem Wege von Führungspersonal, das nicht dem Mainstream folgen wollte.

Ein kapitaler Fehler in der Einschätzung der Folgen war sicher der Einstieg der Kliniken Calw und Nagold in den Klinikverbund Südwest mit den strukturellen Mehrheitsverhältnissen auf die man sich eingelassen hatte und der wohl unumkehrbar ist.

Der Verein und die Bürgerinitiative haben die Unzulänglichkeiten nicht nur an diesem Punkt, sondern an vielen Stellen offen gelegt, die Bürger wachgerüttelt, die real bestehende Gefahr der Schließung des Calwer Krankenhaus als Haus der Grund- und Regelversorgung abgewendet und mit Hartnäckigkeit die zweitbeste Möglichkeit errungen, da sich die vernünftigste Lösung — Einhäusigkeit in zentraler Lage — politisch nicht hat durchsetzen lassen.

Man muss sich, auch aus Erfahrung, zwangsläufig die Frage stellen, warum seit 16 Jahren versucht wurde dem Standort Calw zu schaden. Schaffung von Doppelstrukturen, Verlagerung von Abteilungen, im Raum stehende Aufkündigung der 24-Stunden-Bereitschaft und dergleichen mehr. Die Liste der angedachten Verunsicherungen und Schreckensszenarien ist lang, zu lang.

ABER: Der Klinikstandort Calw war, ist und wird mit dieser entschlossen handelnden Bürgerinitiative nicht kaputtbar sein! Etwas Unvergleichliches hat sich in der deutschen Krankenhauslandschaft getan: Anstatt ein  Krankenhaus zu schließen, wird in einer relativ kleinen Gemeinde des Nordschwarzwaldes eine modellhafte Klinik mit Gesundheitspark errichtet. In Anbetracht des Erreichten erfüllt es mich mit Genugtuung, mich mit der Vereinsgründung am 27. Juli 2004 als Vorsitzender, nun über 17 Jahre lang, dabei eingebracht zu haben.

Unser verstorbener Altbürgermeister Lehmann hatte im Stadium der Planung von einem „Krankenhäusle“ auf der grünen Wiese gesprochen. Recht hatte er, denn die inzwischen überregionale Reputation des Hauses und die Belegungszahlen mit ausgeprägter lokaler Bindung zeigen eindeutig, dass die bisherige Konzeption zum Neubau wie von uns moniert, zu klein ausgefallen war, die begleitenden Infrastrukturmaßnahmen nicht ausreichend bedacht wurden und alte Konzepte, darunter auch der Kostenrahmen, unreflektiert auf die neue Ausgangslage übernommen wurden. Hier musste deutlich nachgebessert werden, wurde es auch und —   aufgrund der aktuellen Ereignisse wurden Argumentationshilfen zur Begründung einer angepassten Modifizierung des Vorhabens — zudem auf dem Silbertablett angedient. Mit Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass die Kreisverwaltung die Früchte der Anstrengungen, das engagierte Eintreten des Vereins und seiner Mitstreiter, nun als ihr Modellklinikum mit Gesundheitscampus als ihre Ernte einfährt und propagiert.

Wir bedauern es außerordentlich, dass seitens der Verantwortlichen in der Verwaltung der Verein und die BI als Störfaktoren wahrgenommen wurden und werden. Wie viel Synergismus hätte ein ernsthaft gewollter Prozess zur Sicherung der Gesundheitsfürsorge im Kreis in Gang und freisetzen können! Stattdessen verweigerte man sich uns jahrelang mit zur Schau getragener empfundener Überheblichkeit, zumindest Ignoranz.

Wo und wie sonst konnte man denn einen Hebel zur Diskreditierung unseres Engagements ansetzen, wenn nicht bei der öffentlichen Kreistagssitzung zum Beschluss des Krankenhausneubaus durch den Landrat, nach dem sich die Führung der BI zu einem internen Gespräch zurückzog. Genüsslich goutiert in der lokalen Hofberichter-Presse, so als ob es nichts Wichtigeres zu kommentieren gegeben hätte. Die erboste Reaktion der Leserschaft auf den journalistischen Ausrutscher hatte den Autor in einer bemerkenswerten Leserbriefaktion dazu zu spüren bekommen. Es ist mir bekannt, dass der Verfasser des Artikels darüber hinaus auch persönlich angeschrieben wurde und im Hintergrund heftige Gespräche um die journalistische Unabhängigkeit des Blattes in Bezug auf die Krankenhausdebatte geführt wurden und, dass das zudem kein solitäres Ereignis war. Auch wurden wiederholt kritische Leserbriefe in der lokalen Presse nicht oder nur lokal veröffentlicht und das bei regionaler Bedeutsamkeit.

Der Berliner Medien-Professor Norbert Bolz sagt: “Schuld ist ein Meinungsjournalismus, der vor allem Haltung transportiere und weniger die Fakten. Das werde vom Publikum nicht goutiert. In Deutschland gibt es ein grundsätzliches Selbstmissverständnis vieler Journalisten, nämlich, dass sie die klassische angelsächsische Trennung zwischen Information und Meinung nicht mehr mitmachen wollen und stattdessen Gesinnungsjournalismus produzieren“.

Ich stelle mit großer Besorgnis fest, dass auch hier auf lokaler Ebene im Pandemiegeschehen streckenweise Alarmismus der Ernsthaftigkeit journalistischer Arbeit gewichen ist. Der Verein mit seinen 500 Unterstützern wird das auch weiterhin nicht kommentarlos hinnehmen und kritisch begleiten.

In der angesprochenen Situation ist der Verein in der Konsequenz dazu übergegangen, auf der Internetpräsenz eben jene Plattform zur Meinungsäußerung allgemein zugänglich anzubieten und diese unveröffentlichten Leserbriefe dort einzustellen. Ich möchte jeden Interessierten ermuntern, diese frei zugängliche Seite unter BI-Krankenhaus.com zu besuchen. Auch mit dem Schlagwort „Bürgerinitiative Calw“ wird man sofort fündig. Dort kann man immer zeitnah das aktuelle Geschehen rund um die BI und Kliniken aus Zeitungsbeiträgen und anderen Medien nachlesen. Prof. Neufang sei Dank und der logistischen Unterstützung durch die gleichnamige Akademie!

Teils eingefädelt aus dem Kreis der BI und von der Calwer Bevölkerung mit Bedacht gewählt, ist es gelungen, Vertreter in den neu gewählten Kreistag zu entsenden, deren Sachverstand im medizinischen Bereich unzweifelhaft ist und wo nötig eine kompetente Stimme zu den am grünen Tisch angedachten Plänen und Vorgehensweisen zu hören sein wird.  Das ist sehr erfreulich. Der Verein, die BI mit Rückendeckung der Bevölkerung, wird sie dabei unterstützen.

Vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass von mir kein Wort zur Unterstützung des Vereins seitens der gewählten Bürger-Vertreter der Stadt Calw gefallen ist und — auch im Folgenden — es dazu nichts zu erwähnen gibt. Es kann nicht sein, dass eine Kreisstadt, die im Begriff ist einen der größten Arbeitgeber zu verlieren und damit auch die Basis für essenzielle Entscheidungsfindungen von Betrieben, Institutionen und vor allem Familien, in dieser Angelegenheit sich weitgehend selbst überlassen bleibt. Hier hat der Gemeinderat eine offene Baustelle.

Die Schienenanbindung an den Wirtschaftsraum Stuttgart, Böblingen–Sindelfingen, das hat Landrat Riegger sehr früh und richtig erkannt, und nach einem zähen Ringen um das Fortbestehen des Calwer Krankenhauses  auch dieses essenzielle Infrastrukturprojekt gegen offensichtlich dagegen arbeitende Interessengruppierungen aus dem südlichen Kreis und Böblingen letztlich durchgesetzt.  Das ist mit sein Verdienst und gebührt Anerkennung.

Dennoch, und die aktuelle Entwicklung offenbart das wieder deutlich, ist mitnichten Ruhe eingekehrt, wie man hoffen konnte. Gewisse Interessengruppen wollen versorgungspolitische Notwendigkeiten nicht  akzeptieren und agieren kräftig weiter. Festzuhalten ist, dass mit dem Spatenstich zum neuen Calwer Krankenhaus und dem dazu gehörenden Campus sowie der Neugestaltung des Krankenhauses Nagold, der Klinikverbund Südwest, die Organe des Landkreises Calw und auch die Bevölkerung des Kreises in eine neue Phase der Entwicklung der beiden Kreiskrankenhäuser eingetreten sind. Dabei geht es auch um die Gestaltung der Strukturen der einzelnen Krankenhausabteilungen und um die Schwerpunktbildungen an dem gemeinsamen Krankenhausstandort Calw/Nagold, wie sie in dem Medizinkonzept des Landkreises Calw bereits vorskizziert sind. In diesem Konzept wird festgehalten, dass im Krankenhaus Nagold „das unfallchirurgische Angebot erweitert werden soll“. Aus Erfahrung wissen wir, dass hinter solchen unverbindlich klingenden Formulierungen lobbyistische Maulwurfsarbeit steckt. Die BI befürchtet mit diesem Schritt eine gefährliche, weil gefährdende Schwächung des bisherigen Schwerpunktes der stationären unfallchirurgischen Versorgung des Kreises Calw am Standort Calw. Mit Prof. Handel ist die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie bestens etabliert

Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative ein Diskussionspapier zur Struktur der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie erarbeitet und bittet die Verwaltungsspitze des Landkreises und die Aufsichtsräte des Klinikverbundes Südwest, dieses Diskussionspapier in ihre Überlegungen zur weiteren, allein versorgungspolitisch basierten Entwicklung der Krankenhäuser Calw und Nagold einzubeziehen.

Über alles betrachtet hat die Entwicklung tendenziell eine gute Wendung genommen. Die Zukunft wird zeigen, ob die Konsequenzen der Entscheidungen auch nachhaltig umgesetzt werden. Dafür wird der Verein als konstruktives Element der gesundheitspolitischen Landschaft mit einem klaren Vereinsziel, nämlich als Verein Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw, weiter aktiv sein müssen. Insbesondere bei Fragen der Sicherstellung und Förderung der stationären und ambulanten Versorgung der Bevölkerung durch die Krankenhäuser des Landkreises, medizinischer Versorgungszentren und Hausarztpraxen, sowie Institutionen deren Zweck die Pflege und Betreuung von kranken, alten und behinderten Menschen ist, wird diese Kompetenz weiterhin benötigt werden. Im Vorschlag zu einer Satzungsänderung des Vereines soll dieses Ansinnen auch seinen Niederschlag finden.

Zum Schluss meiner Ausführungen darf ich ausnahmsweise persönlich werden, was mich betrifft. Seit mehr als 17 Jahren stehe ich als Vorsitzender dem Verein vor. Es haben sich Veränderungen im persönlichen Bereich ergeben, so dass ich dem Verein nicht mehr in der dem Amt angemessenen Weise zur Verfügung stehen kann. Deshalb habe ich dieses zur Disposition gestellt. Gleiches gilt, allerdings in anderem Zusammenhang, für den Stellvertretenden Vorsitzenden  Dr. Bantel, dem ich alles Gute wünsche. Ich weiß, dass er sich für die Belange der Gesundheitsversorgung als kompetentes Kreistagsmitglied „alle sechs Beine“ ausreißt wenn es um unser Krankenhaus geht. Auch mein Archiv sollte in andere Hände gehen und vielleicht — vor Jahren hatte mich der Stadtarchivar schon einmal dazu kontaktiert — findet sich zu gegebener Zeit eine interessierte Person ganz allgemein gesagt oder Student, der die Geschichte des Vereins z. B. als Masterarbeit aufbereitet, eine Geschichte mit gutem Ausgang oder Neudeutsch „happy end“. Mögliches Thema: „Wie Bürgerwille zwar nicht einen Berg versetzt hat, aber ein Krankenhaus von einem Hügel auf den anderen“.

Weiter geht es laut Tagesordnung, Berichte der Vorsitzenden Bitte Prof. Neufang.

Im März 2020 und Ergänzungen 10/2021

Dr. Axel Roth Es gilt das gesprochene Wort

Anlage 3: Beitrag Prof. Neufang

Geschäftsbericht des stv. Vorsitzenden Prof. Bernd Neufang

Die letzten drei Jahre waren geprägt durch Aktivitäten der Bürgerinitiative Krankenhaus Calw, einer Sparte des Vereins Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.

Ein Schwerpunkt war die erfolgreiche mediale Unterstützung von Prof. Dr. Handel, Dr. Bantel und Dr. Plappert bei ihrer Kandidatur zum Kreistag. Diese wurden mit einem sehr großen Stimmenanteil in den Kreistag gewählt. Die hohe Zustimmung führte auch zur Vertretung im Aufsichtsrat; damit hat sich die Vormachtstellung von Nagold reduziert oder gar neutralisiert. Obwohl wir ein Krankenhaus an zwei Standorten sind, lag bisher der Fokus stets auf Nagold. Nun wird ausgewogen gehandelt.

Hinter den Kulissen waren wir natürlich weiter tätig, indem die Kreisräte für so manches Problem sensibilisiert wurden. Was nun im Stammheimer Feld entsteht, kann sich wirklich sehen lassen, denn in Calw es wird ein Krankenhaus der Vollversorgung gebaut; mit der Akutbehandlungs-möglichkeit von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Unfällen an 24 Stunden und 7 Tagen. Zuzugeben, wir waren in Bezug auf den Neubau skeptisch. Aber Landrat Riegger hat den Willen der Bevölkerung zum Erhalt des Krankenhauses nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern mit dem Gesundheitscampus Neuland betreten. Zu diesem neuen Krankenhaus wird der Kollege Dr. Bantel gleich berichten.

Wir fordern derzeit,

  • ein Personalwohnheim in der Nähe des Gesundheitscampus, denn nur damit kann Personal für den ländlichen Raum gewonnen werden,
  • den Verbleib des Schwerpunkts Unfallchirurgie in Calw. Auch dazu wird Dr. Bantel noch etwas sagen.

Es gibt auch vieles Positives zu berichten,

  • so die aufopferungsvolle Arbeit des Personals in der Corona-Pandemie, die leider aufgrund der noch unzureichenden Impfquote fortdauern wird,
  • die Ernennung des Calwer, aber auch Nagolder Krankenhauses zum Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen; hierzu hat für Calw der ärztliche Direktor Prof. Dr. Oberhoff einen wesentlichen Beitrag geleistet,
  • das vom Landratsamt aufgelegte Programm zur finanziellen Unterstützung von Medizinstudenten, wenn sie sich für die Region verpflichten.

Nur mit solchen Maßnahmen ist es möglich, qualifiziertes Personal an die Region zu binden und dringend benötigter Nachwuchs für das Krankenhaus und die Hausarztpraxen zu generieren.

Mit dem Neubau des Krankenhauses verändert sich die Zielsetzung des Vereins, stand doch bisher die Standortsicherung im Vordergrund. Diese Neujustierung soll mit der geplanten Satzungsänderung umgesetzt werden.

Gez. Prof. Bernd Neufang

Anlage 4: Beitrag Dr. Bantel

Liebe Mitstreiter, damit alle auf dem gleichen Stand sind, informiere ich, dass ich mich in der Ausgabe 45 des Calw-Journals, Jg.23, 12.11.21 doch noch für einen Beitrag entschieden hatte:

Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V., Mitgliederversammlung heute, 12.11.2021

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Mitstreiter/innen!

Mit vereinten Kräften, seien es Unterschriftsaktionen, Bürgerversammlungen oder Gelbe Aufrufe, ist es gelungen, eine funktionsfähige stationäre Versorgung im gesamten Kreis auf den Weg zu bringen. Die Häuser sind aber noch nicht fertiggestellt, und es bauen sich immer wieder Hürden auf. Der Kampf um Personal und Patienten wird immer skurriler und macht selbst vor eigenen Standorten nicht halt. Dabei ist doch für jede Betriebsstätte eine chirurgische und internistische Voll-Abteilung für Basis-Notfallmedizin und fachärztliche Ausbildung von Studienabgängern unerlässlich. Dies ist wiederum Voraussetzung für dringend notwendige Niederlassungen von Ärzten für die heimatnahe Versorgung. Dies gelingt, wenn alle im Gesundheitswesen Tätige, im stationären wie im ambulanten Bereich, noch enger zusammenrücken. Dem medizinischen Nachwuchs müssen attraktive Angebote gemacht werden und alle Bevölkerungsteile sind für die Akzeptanz der Einrichtungen zu gewinnen. Diesem Ziel möchte sich der Verein verstärkt widmen und als äußeres Zeichen seinen Namen ändern in „Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw e.V.“.

Am heutigen Freitag, 12.11.21, um 19 Uhr, sind alle Mitglieder zur Hauptversammlung im Rathaus Calw herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen! Dr. Eberhard Bantel, Mitglied des Vorstands des Vereins Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.“

Anlage 5: Erläuterung zur Satzungsänderung

Zielsetzung der Satzungsänderung

Die Zielsetzung im Jahre 2005 war eine andere als heute. Bei der Gründung galt es das Oberender-Gutachten abzuwenden. Prof. Oberender hatte eine Stiftungsprofessur vom Rhön-Klinikum, welches das Städtische Krankenhaus in Pforzheim übernahm. Calw sollte „Zubringer“ für Pforzheim und Nagold werden.

Zwischenzeitlich gab es viele Versuche den Krankenhausstandort Calw zu schwächen. Das ist aber vor dem Hintergrund des Krankenhaus-Neubaus Schnee von gestern.

Das neue Ziel heißt: Erhaltung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Landkreis. Dazu gehört,

  • die Erhaltung der bisherigen klinischen Versorgungsstruktur,
  • die Animositäten zwischen Nagold und Calw müssen der Vergangenheit angehören, denn wir sind ein Krankenhaus an zwei Standorten,
  • die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verzahnung zwischen der ambulanten und klinischen Versorgung,
  • die Förderung der ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheitsversorgung unter Einbeziehung aller Institutionen der Gesundheits- und Altersversorgung.

Darüber hinaus soll die Satzung hinsichtlich der Vereinsstruktur modernisiert werden.

Diese neue Satzung soll den nunmehrigen Vereinszielen Rechnung tragen.

Gez. Prof. Bernd Neufang

Anlage 6: Satzung

Beschlossen in der Mitgliederversammlung vom 12. November 2021

In der Mitgliederversammlung vom 12.11.2021 wurde einstimmig eine Satzungsänderung mit einer Änderung des Vereinsnamens (bisher: Verein pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.) beschlossen.

Satzung

Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw e.V.

(BI GV CW)

§ 1 Name, Sitz

Der Verein führt den Namen “Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw e.V.”. Der Verein hat seinen Sitz in Calw.

§ 2 Zweck

Zweck des Vereins ist die Förderung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung im Landkreis Calw; insbesondere die Förderung der stationären und ambulanten Versorgung der Bevölkerung durch die Krankenhäuser des Landkreises, Medizinische Versorgungszentren und Hausarztpraxen sowie Institutionen, deren Zweck die Pflege und Betreuung von kranken, alten und behinderten Menschen ist.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere durch Sachbeiträge und Beratungsleistungen im Rahmen der Verwirklichung des Satzungszweckes erfolgen.

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Calw, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 3 Eintritt von Mitgliedern

Mitglied des Vereins kann werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Über die Aufnahme entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand.

§ 4 Austritt von Mitgliedern

Ein Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands aus dem Verein austreten.

§ 5 Beitrag

Bei der Aufnahme hat jedes Mitglied einen Aufnahmebeitrag in Höhe von € 5,– zu zahlen.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

§ 6 Ehrenmitglieder

Die Mitgliederversammlung kann verdiente Vereinsmitglieder zu Ehrenmitgliedern benennen. Diese sind von der Beitragszahlung befreit.

§ 7 Vorstand

1. Den Vorstand im Sinne von § 26 BGB bilden der 1. Vorsitzende und die bis zu drei stellvertretenden Vorsitzenden. Diese sind zur Vertretung einzeln bevollmächtigt.

2. Dem Vorstand gehören weiter an: Der Kassier, der Schriftführer/Pressewart und bis zu fünf Beisitzer.

3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt, er bleibt jedoch auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Jedes Mitglied des Vorstands ist auf Antrag einzeln zu wählen.

4. Beschlüsse im Vorstand werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden.

§ 8 Ausschüsse

Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit Ausschüsse bestellen, die beratende Funktion haben. Die Ergebnisse von Sitzungen eines Ausschusses sind zu protokollieren.

§ 9 Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet im Zweijahresrhythmus statt. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung geändert und ergänzt werden. Über die Annahme von Beschlussanträgen entscheidet die Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Abstimmungen erfolgen grundsätzlich durch Handaufheben; wenn ein Drittel der erschienenen Mitglieder dies verlangt, muss schriftlich abgestimmt werden.

Soweit notwendig, kann die Mitgliederversammlung ausnahmsweise auch im digitalen Format durchgeführt werden.

§ 10 Protokollierung von Beschlüssen

Die Beschlüsse des Vorstands sowie der Mitgliederversammlung sind unter Angabe des Ortes und der Zeit der Versammlung sowie des Abstimmungsergebnisses in einer Niederschrift festzuhalten. Die Niederschrift ist vom Sitzungsleiter und Schriftführer zu unterschreiben.

Calw, den 12.11.2021

gez. Prof. Bernd Neufang                                    gez. Dr. Steffi Druckenmüller

Anlage 7: Verabschiedung Dr. Roth

Rede zur Verabschiedung von Dr Axel Ulrich Roth

Sehr geehrter Herr Dr. Roth, siebzehn Jahre 1. Vorsitzender im Verein Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V. sind Anlass genug, Ihre Tätigkeit zu würdigen. Sie waren in Calw als Zahnarzt tätig und deswegen von Berufswegen berufen, „dem Volk auf’s Maul zu schauen“. In den Jahren 2004 und 2005 kursierte in Calw das sog. „Oberender-Gutachten“, welches eine mittelfristige Abstufung des Calwer Krankenhauses zur Portalklinik zu Gunsten von Nagold und Pforzheim vorsah. Dies war Anlass die Bevölkerung zu mobilisieren und den Verein zu gründen. Hierzu haben Sie einen wesentlichen Beitrag geleistet und den ersten Vorsitz des neu gegründeten Vereins übernommen.

Am 15.07.2005 fand “Stammheim I” — eine Veranstaltung des Landrats Köblitz zum Oberender-Gutachten — statt, zu dessen Teilnahme der Verein die Bevölkerung aufgerufen hat. Dort haben die Bürger erstmals gezeigt, wie wichtig ihnen das Krankenhaus ist, denn bereits vor Beginn der Veranstaltung musste der Hallenzugang wegen Überfüllung geschlossen werden. Die eindeutigen Meinungsäußerungen der Bevölkerung bereiteten dem Oberender-Gutachten das Ende.

Mehrere weitere Modelle bzw. Gutachten folgten. Auch diese wurden kritisch vom Verein begleitet und Änderungen gefordert. Nunmehr entsteht im Stammheimer Feld ein Gesundheitscampus mit einem neuen vollwertigen Krankenhaus. Zu dieser Neuorientierung hat der Verein mit der Bürgerinitiative Krankenhaus Calw einen Beitrag geleistet. Nun steht eine Neuorientierung des Vereines an, Sie haben zudem Ihren Lebensmittelpunkt von Calw wegverlegt, weswegen ein Stabwechsel in der Vereinsführung heute eingeleitet wurde.

Lieber Herr Dr. Roth, die Bevölkerung der Region Calw und ich als Oberbürgermeister der Stadt sind dankbar, dass der Verein so viel Engagement zur Erhaltung eines vollwertigen Krankenhausstandortes Calw unter Ihrem Vorsitz gezeigt hat.

Gez. Florian Kling

Oberbürgermeister

Anlage 8: Ausblick auf künftige Vereinsarbeit

Ausblick auf die künftige Vereinsarbeit

Zunächst möchte ich mich für das klare Votum bedanken. Wie der ausgeschiedene Kollege Uli Roth habe auch ich 16 Jahre auf dem Buckel. Mein Ziel es, den anstehenden Transformationsprozess zu begleiten. Es wird eine Aufgabe des Vereines sein, auf eine Einhaltung der gemachten Zusagen in Bezug auf das neue Krankenhaus zu achten. Dies wollen wir in enger Abstimmung mit dem Oberbürgermeister machen.

Der Blick ist stets in die Zukunft zu richten. Wie aus der Presse zu erfahren war, sollen die bisher noch rechtlich selbständigen Kliniken, das Kreisklinikum Calw Nagold gGmbH, mit dem Klinikverbund Südwest, der zu 76 % dem Kreis Böblingen gehört, fusionieren. Wirtschaftlich ist dies sicherlich sinnvoll, aber in Anbetracht der Beherrschung muss sichergestellt sein, dass die Kliniken im Kreis Calw nicht ausgeblutet werden. Bisher werden die Verluste der Calwer Häuser durch den Landkreis getragen. Dies wird mit Sicherheit so auch in der Zukunft sein. Die Zuweisung von Verlusten ist aber steuerbar. Gleichfalls hatte der Landkreis bisher ein Vetorecht in Bezug auf Entscheidungen, die seine ehemaligen Kliniken betreffen. Es wird eine der wichtigsten Aufgaben des Vereines sein, die gewollte Fusion kritisch zu hinterfragen und immer dann, wenn dies zum Nachteil der Region ist — wie in der Vergangenheit — den Finger in die Wunde zu legen.

Entsprechend der neuen Zielsetzung wird sich der Verein mit Maßnahmen zur Optimierung der klinischen und ambulanten Versorgung im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung auseinandersetzen müssen, denn im Einzugsbereich gibt es weitere Kliniken, so das ZfP, die Paracelsus-Klinik, die Römer-Klinik, die Reha-Kliniken in Bad Liebenzell, Schömberg und auch in Bad Wildbad. Hinzu kommt noch die immer dringlicher werdende geriatrische Versorgung einer alternden Bevölkerung.

Wenn dies geleistet ist, möchte ich aber den Staffelstab weitergeben. Deswegen werde ich schon jetzt auf die Suche nach einem Nachfolger gehen. Herr Kling: “Es wäre schön, wenn Sie eine Art Schirmherrschaft über den Verein, der die Region Calw weiter stärken will, übernehmen würden. Wir wissen es zu schätzen, dass wir uns in allen Fragen mit Ihnen vertrauensvoll austauschen können.”

Gez. Prof. Bernd Neufang


Geschrieben am 26.10.2021

Schreiben an Landrat Riegger

Unfallchirurgie

Sehr geehrter Herr Landrat,

mit dem Spatenstich zum neuen Calwer Krankenhaus und dem dazu gehörenden Campus sowie der Neugestaltung des Krankenhauses Nagold sind der Klinikverbund Südwest, die Organe des Landkreises Calw und auch die Bevölkerung des Kreises in eine neue Phase der Entwicklung der beiden Kreiskrankenhäuser eingetreten. Dabei geht es auch um die Gestaltung der Strukturen der einzelnen Krankenhaus­abteilungen und um die Schwerpunktbildungen an dem gemeinsamen Krankenhaus­standort Calw/Nagold, wie sie in dem Medizinkonzept des Landkreises Calw bereits vorskizziert sind.

In diesem Konzept wird festgehalten, dass im Krankenhaus Nagold „das unfall­chirurgische Angebot erweitert werden soll“. Die „Bürgerinitiative pro Krankenhäuser Calw und Nagold“ befürchtet mit diesem Schritt eine Schwächung des bisherigen Schwerpunktes der stationären unfallchirurgischen Versorgung des Kreises Calw am Standort Calw, wo die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie bestens etabliert ist.

Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative ein Diskussionspapier zur Struktur der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie erarbeitet und bittet die Verwaltungsspitze des Landkreises und die Aufsichtsräte des Klinikverbundes Südwest, dieses Dis­kussionspapier in ihre Überlegungen zur weiteren Entwicklung der Krankenhäuser Calw und Nagold einzubeziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Bernd Neufang  

Dr. Ewald Prokein  

Dr. Eberhard Bantel    

Dr. Friedrich Hezel

Anlage: Diskussionspapier

Diskussionspapier

Planung des Fachzentrums Orthopädie/Unfallchirurgie im Kreis Calw

Ausgangslage

Im Medizinkonzept des Landkreises Calw wird die Frage, welche medizinischen An­gebote künftig an den Klinikstandorten Nagold und Calw vorgesehen sind, folgender­maßen beantwortet:

  • In Nagold soll das unfallchirurgische Angebot erweitert werden. Insgesamt soll die Chirurgie in Nagold aus einer Allgemein‑, Viszeral‑, Gefäß- und Unfallchirurgie inklusive einem lokalen Traumazentrum bestehen.
  • Für Calw wird in diesem Medizinkonzept von einer auch künftig starken Ortho­pädie mit Basis-Unfallchirurgie und Basis-Allgemeinchirurgie gesprochen. Als wei­terer Schwerpunkt soll eine Alterstraumatologie entstehen.

Quelle: https://www.gesundheitscampus-calw.de/dialog

Bisher lag der Schwerpunkt der stationären unfallchirurgischen Versorgung des Kreises Calw am Standort Calw mit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. In Nagold wurde eine Grundversorgung Unfallchirurgie vorgehalten. Dieses Grund­prinzip hat sich bewährt und als wirtschaftlich erwiesen. Der Schwerpunkt der unfall­chirurgischen Versorgung soll nun im neuen Medizinkonzept von Calw nach Nagold verlagert werden. Damit erfolgt neben dem Standortwechsel auch eine Trennung zwischen „spezieller Unfallchirurgie“ und orthopädischer Chirurgie, die eigentlich zu­sammengehören sollten.

Dieses neue Medizinkonzept wird im Weiteren unter verschiedenen Aspekten be­leuchtet:

  • Regionale Bevölkerungsstruktur/Größe des Einzugsgebietes
  • Erreichbarkeit
  • Synergieeffekte zwischen Unfallchirurgie und Orthopädie
  • Wirtschaftlichkeit
  • Personelle Machbarkeit (Personalgewinnung, Ausbildungswege, unfallchirurgische 24/7 Bereitschaft an beiden Standorten)

Regionale Bevölkerungsstruktur, Einzugsgebiet und Erreichbarkeitszeiten der Klinikstandorte

Bei der Frage, welcher Klinikstandort für eine spezielle Unfallchirurgie unter dem Aspekt einer möglichst guten Versorgung der Bevölkerung zu bevorzugen wäre, sind vor allem die Größe des Einzugsgebietes, die Bevölkerungsdichte sowie die Erreich­barkeitszeiten der Klinikstandorte von Bedeutung. Hier liefert der Kliniksimulator wichtige Hinweise.

Calw hat hinsichtlich der Erreichbarkeit innerhalb eines PKW-Fahrzeit-Radius von 30 Minuten im Vergleich zu Nagold das deutlich größere Einzugsgebiet (275.709 Ein­wohner versus 195.009 Einwohnern). Auch die durchschnittliche Einwohnerdichte liegt mit 343,1 Einwohner je km² bezogen auf den Standort Calw deutlich höher als be­zogen auf den Standort Nagold mit 280,2 Einwohner je km². Dies spricht unter dem Aspekt einer möglichst guten Versorgung der Bevölkerung, aber auch unter Wirt­schaftlichkeitsgesichtspunkten eindeutig für die Beibehaltung des Standortes Calw für die spezielle Unfallchirurgie. Nicht umsonst siedeln sich deutschlandweit speziali­sierte Einrichtungen eher in Ballungszentren als in dünn besiedelten Regionen an.

Eine unfallchirurgische Grundversorgung existiert derzeit schon an beiden Standorten und soll an diesen auch bestehen bleiben. Offen ist hier die Frage, ob die spezielle Unfallchirurgie in Nagold aufgebaut wird, wie es das Medizinkonzept des Landkreises vorsieht oder in Calw verbleibt.

Von einer Standortverlagerung der speziellen Unfallchirurgie von Calw nach Nagold wären mehr Menschen negativ betroffen. In diesem Fall würde sich die PKW-Fahr­zeit für die Erreichung der Spezialabteilung Unfallchirurgie für 23.344 Menschen um mehr als 30 Minuten verlängern, wohingegen bei einer Beibehaltung des Standortes Calw lediglich 13.003 Menschen eine um mehr als 30 Minuten längere Fahrzeit in Kauf nehmen müssten.

Fazit: Aufgrund des größeren Einzugsgebietes, der deutlich höheren Bevölkerungs­dichte des Standortes Calw und der Verlängerung der Erreichbarkeitszeiten für 23.344 Einwohner bei Entscheidung gegen den Standort Calw gegenüber 13.003 Einwohnern bei der Entscheidung gegen den Standort Nagold sollte zur Sicherung einer bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung für eine spezielle Unfallchirurgie der Standort Calw beibehalten werden.

Den hier genannten Zahlen liegt eine durch den GKV-Kliniksimulator vorgenommene Aktualisierung vom 8.7.2021 zu Grunde. (Quelle: https://www.gkv-kliniksimulator.de/)

Synergieeffekte zwischen Unfallchirurgie und Orthopädie

Eine spezielle Unfallchirurgie sollte in der Regel an eine Klinik für orthopädische Chirurgie angeschlossen sein. Lediglich in Großkrankenhäusern, in denen auch eine Klinik für Orthopädie angesiedelt ist, ist eine alleinige Schwerpunktklinik Unfallchirur­gie denkbar. Auch die Facharztbezeichnung ist Facharzt für Orthopädie und Unfall­chirurgie. Es gibt keinen alleinigen Facharzt für Unfallchirurgie.

Eine reine Unfallchirurgie wird Probleme bekommen, gelenknahe oder periprothe­tische Frakturen in der gebotenen Qualität zu versorgen. Gelenknahe proximale Femurfrakturen (Schenkelhalsfrakturen) müssen zumeist mit einer Hüfttotalendopro­these oder Duokopfprothese versorgt werden. Oberarmkopffrakturen oft mit einer Schulterprothese, Radiusköpfchenfrakturen manchmal mit einer Radiusköpfchen­prothese. Hier bietet Calw als Besonderheit im Klinikverbund die Versorgung von Patienten mit Schenkelhalsfrakturen (häufige Alterstraumatologie) mit einem muskel­schonenden minimalinvasiven OP-Zugang für Duokopfprothesen oder Hüfttotalendo­prothesen an.

Bei gelenknahen und periprothetischen Frakturen muss das Team endoprothetisch geübt sein. Auch bedarf es Endoprothesen und Endprothesenwechselsysteme vor Ort (Instrumente und Implantatelager). Die Verknüpfung der speziellen Unfall­chirurgie mit der Orthopädie gewährleistet eine deutlich versiertere Versorgung von Schenkelhalsfrakturen mit Endoprothesen durch die mehrfach häufiger durchge­führten elektiven Eingriffe. Dies kann am Beispiel Calw verdeutlicht werden. Hier kommen auf ca. 50 Frakturendoprothesen am Hüftgelenk fast 200 elektive Hüftpro­thesen jährlich. Die Eingriffe sind daher schneller, schonender und mit weniger Kom­plikationen behaftet, als in „klassischen“ unfallchirurgischen Kliniken mit wenig elek­tiven Endoprothesen bei Coxarthrose.

Die Verknüpfung der Unfallchirurgie mit der Orthopädie ist auch für die Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie wichtig. Die Zuordnung von Assis­tenten gemeinsam in eine Unfallchirurgie und Viszeralchirurgie ist problematisch, da diese Kliniken bereits nach 2 Jahren “Common Trunk” gänzlich verschiedene Aus­bildungswege aufweisen.

Wirtschaftlichkeit

Eine reine Unfallchirurgie als Vollabteilung in Nagold würde teilweise in Konkurrenz treten mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in Calw um die Patienten im Versorgungsgebiet zwischen Calw und Nagold. Das ist jetzt schon zu spüren, wo statt früher nur ein Unfallchirurg nun drei Unfallchirurgen in Nagold tätig sind (Be­reichsleiter Unfallchirurgie Oberarzt Dr. Roy und zwei weitere Oberärzte nur für die Unfallchirurgie). Andererseits ist mit dieser personellen Ausstattung eine qualitativ hochwertige unfallchirurgische Grundversorgung in Nagold ohnehin gewährleistet. Eine unter wirtschaftlichen Aspekten riskante Verlagerung der speziellen Unfall­chirurgie von Calw nach Nagold erscheint unter diesen Umständen als wenig sinn­voll. Es ist fraglich, ob die Fallzahlen eine Vollabteilung für Unfallchirurgie in Nagold tragen würden. Dies umso mehr, da Nagold hinsichtlich der Erreichbarkeit innerhalb eines PKW-Fahrzeit-Radius von 30 Minuten im Vergleich zu Calw das deutlich klei­nere Einzugsgebiet aufweist (195.009 Einwohner in Nagold versus 275.709 Ein­wohner in Calw). Eine reine unfallchirurgische Abteilung ist fast immer unwirt­schaftlich. Durch die wechselseitige Konkurrenz könnte sich auch das wirtschaftliche Ergebnis der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in Calw verschlechtern. Von der ursprünglichen Schwerpunktbildung würde weiter abgerückt.

Personelle Machbarkeit

Ein weiteres Problem für eine Unfallchirurgie in Nagold könnte die Personalge­winnung darstellen. Eine solche Abteilung wäre für die Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie wenig attraktiv. Die Weiterbildungsordnung sieht für diese Facharztbezeichnung eine 48-monatige Ausbildung in einer Klinik für Unfall­chirurgie und Orthopädie vor, was es erschweren würde, für eine reine Unfallchirur­gie ausreichend Assistenzärzte zu gewinnen. Der Mangel an qualifizierten Ärztinnen und Ärzten dürfte sich in Zukunft eher noch verstärken. Auch für die doppelte Vor­haltung eines unfallchirurgischen Dienstsystems mit zwei Fachärzten, eine® in Calw und eine® in Nagold während 365 Tagen 24 h könnte es zukünftig ein Personal­problem geben.

Zusammenfassung:

Aufgrund des größeren Einzugsgebietes, der höheren Bevölkerungsdichte und der Verlängerung der Erreichbarkeitszeiten für 23.344 Einwohner bei einem Wegfall sollte zur Sicherung einer bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung der Standort Calw für die spezielle Unfallchirurgie beibehalten werden. Dafür sprechen neben den Gründen der Wirtschaftlichkeit und der personellen Machbarkeit auch die Synergie­effekte zwischen der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Prof. Bernd Neufang  

Dr. Ewald Prokein  

Dr. Eberhard Bantel    

Dr. Friedrich Hezel

Geschrieben am 13.10.2021

Einladung Mitgliederversammlung

Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.

Liebe Mitglieder hiermit laden wir zu einer Mitgliederversammlung auf den Freitag, den 12.11.2021 um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Calw ein.

Es ist folgende Tagesordnung vorgesehen:
1. Begrüßung/Feststellung der Beschlussfähigkeit/Wahl eines Protokollführers
2. Bericht des Vorstands
3. Bericht der Kassenprüfer
4. Hinweis auf eingegangene Anträge
5. Beschluss einer Satzungsänderung (siehe Anlage)
6. Entlastung des Vorstands
7. Neuwahlen
8. Antrag auf Ernennung von Ehrenmitgliedern
9. Ausblick

Leider hat „Corona“ keine frühere Mitgliederversammlung zugelassen. Wir sind der Stadt Calw dankbar, dass wir die Mitgliederversammlung im Rathaus abhalten können.

Der Verein wurde im Jahre 2005 als eine Reaktion zur geplanten Abstufung des Calwer Krankenhauses gebildet. Seit dieser Zeit ist Dr. Axel Ulrich der 1. Vor­sitzende. Ihm stand ideengebend insb. der 2. Vorsitzende Dr. Friedrich Hezel zur Seite.

Zwischenzeitlich gab es mehrere Gutachten und unterschiedliche Modelle. Es ist auch der Bevölkerung der Region Calw und der Arbeit der Bürgerinitiative Kranken­haus Calw, einem Ausschuss des Vereins, zu verdanken, dass im Stammheimer Feld ein Gesundheitscampus mit einem voll funktionsfähigen Krankenhaus entsteht. Die jetzige Ausgestaltung des Gesundheitscampus, den OB Kling jüngst als Schwarz­waldklinik bezeichnete, ist auch ein Verdienst von Landrat Riegger.

Dr. Roth und Dr. Bantel stehen leider für eine Wieder­wahl nicht mehr zur Verfügung.

Gleichwohl ist die Vorstandschaft der Auffassung, dass der Verein mit einer anderen Zielsetzung weiter benötigt wird. Das künftige Vereinsziel ist: Die Förderung der sta­tionären und ambulanten Versorgung der Bevölkerung durch die Krankenhäuser des Land­kreises, Medizinische Versorgungszentren und Hausarztpraxen sowie Institu­tionen, deren Zweck die Pflege und Betreuung von kranken, alten und behinderten Menschen ist. Aus diesem Grunde haben wir den Antrag gestellt, den Vereinsnamen anzupassen, zumal die bisherige Außenwirkung im Wesentlichen durch die Bürger­initiative Krankenhaus Calw gegeben war. Dieser soll lauten: Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw.

Es gilt nun in der Mitgliederversammlung nicht nur verdiente Vorstandsmitglieder zu verabschieden, sondern dem Verein eine Neuausrichtung zu geben. Deswegen wären wir dankbar, wenn möglichst viele Mitglieder den Weg ins Rathaus auf sich nehmen würden.

Zur Umsetzung der Vereinsziele ist der als gemeinnützig anerkannte Verein auf Spenden angewiesen. Dankbar sind wir für Spenden auf das Konto:

Verein Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.
Sparkasse Pforzheim Calw
IBAN: DE80 6665 0085 0000 0329 99
BIC: PZHSDE66XXX

Abschließend haben wir die Bitte, dass Sie uns Ihre E‑Mailadresse an info@prokhcwna.de mitteilen. Durch den Einsatz von elektronischen Medien können wir Kosten einsparen.

Bitte beachten Sie, dass die am Versammlungstag geltenden Corona-Regelungen anzuwenden sind.

Dr. Axel Ulrich Roth
Dr. Eberhard Bantel
Prof. Bernd Neufang
Dr. Ewald Prokein

Geschrieben am 13.10.2021

Satzungsänderung

Bisherige Satzung, Beschlossen in der Mitgliederversammlung vom 4. November 2016

Satzung
Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.

§ 1 Name, Sitz

Der Verein führt den Namen “Pro Krankenhäuser Calw und Nagold”. Der Verein hat seinen Sitz in Calw.

§ 2 Zweck

Zweck des Vereins ist die Förderung der flächendeckenden öffentlichen Gesund-heits¬versorgung im Landkreis Calw; insbesondere die nachhaltige Sicherung zweier Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung nach dem GKV-Standard mit den Standorten Calw und Nagold.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere durch Sachbeiträge und Beratungsleistungen im Rahmen der Verwirklichung des Satzungszweckes erfolgen.

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Calw, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 3 Eintritt von Mitgliedern

Mitglied des Vereins kann werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Über die Aufnahme entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand.

§ 4 Austritt von Mitgliedern

Ein Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands aus dem Verein austreten.

§ 5

Bei der Aufnahme hat jedes Mitglied einen Aufnahmebeitrag in Höhe von € 5,– zu zahlen.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Der Mitgliedsbeitrag kann erstmals für das Jahr 2005 festgesetzt werden.

§ 6

Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und bis zu drei stellvertretenden Vorsitzenden. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt, er bleibt jedoch auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Jedes Mitglied des Vorstands ist auf Antrag einzeln zu wählen. Der Vorsitzende und die stellvertretenden Vorsitzenden sind zur Vertretung einzeln bevollmächtigt.

§ 6 a

Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit Ausschüsse bestellen, die beratende Funktion haben. Die Ergebnisse von Sitzungen eines Ausschusses sind zu protokollieren.

§ 7

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet im Zweijahresrhythmus statt. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung geändert und ergänzt werden. Über die Annahme von Beschlussanträgen entscheidet die Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Abstimmungen erfolgen grundsätzlich durch Handaufheben; wenn ein Drittel der erschienenen Mitglieder dies verlangt, muss schriftlich abgestimmt werden.

§ 8 Protokollierung von Beschlüssen

Beschlüsse sind unter Angabe des Ortes und der Zeit der Versammlung sowie des Abstimmungsergebnisses in einer Niederschrift festzuhalten. Die Niederschrift ist vom Schriftführer zu unterschreiben.


Entwurf einer Satzung zur Abstimmung in der Mitgliederversammlung am 12.11.2021

Satzung
Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw e.V.
(BI GV CW)

§ 1 Name, Sitz

Der Verein führt den Namen “Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw e.V.”. Der Verein hat seinen Sitz in Calw.

§ 2 Zweck

Zweck des Vereins ist die Förderung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung im Landkreis Calw; insbesondere die Förderung der stationären und ambulanten Versorgung der Bevölkerung durch die Krankenhäuser des Landkreises, Medizinische Versorgungszentren und Hausarztpraxen sowie Institutionen, deren Zweck die Pflege und Betreuung von kranken, alten und behinderten Menschen ist.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere durch Sachbeiträge und Beratungsleistungen im Rahmen der Verwirklichung des Satzungszweckes erfolgen.

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Calw, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 3 Eintritt von Mitgliedern

Mitglied des Vereins kann werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Über die Aufnahme entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand.

§ 4 Austritt von Mitgliedern

Ein Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands aus dem Verein austreten.

§ 5 Beitrag

Bei der Aufnahme hat jedes Mitglied einen Aufnahmebeitrag in Höhe von € 5,– zu zahlen.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

§ 6 Ehrenmitglieder

Die Mitgliederversammlung kann verdiente Vereinsmitglieder zu Ehrenmitgliedern benennen. Diese sind von der Beitragszahlung befreit.

§ 7 Vorstand

  1. Den Vorstand im Sinne von § 26 BGB bilden der 1. Vorsitzende und die bis zu drei stellvertretenden Vorsitzenden. Diese sind zur Vertretung einzeln bevollmächtigt.
  2. Dem Vorstand gehören weiter an: Der Kassier, der Schriftführer/Pressewart und bis zu fünf Beisitzer.
  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt, er bleibt jedoch auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Jedes Mitglied des Vorstands ist auf Antrag einzeln zu wählen.
  4. Beschlüsse im Vorstand werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden.

§ 8 Ausschüsse

Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit Ausschüsse bestellen, die beratende Funktion haben. Die Ergebnisse von Sitzungen eines Ausschusses sind zu protokollieren.

§ 9 Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet im Zweijahresrhythmus statt. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung geändert und ergänzt werden. Über die Annahme von Beschlussanträgen entscheidet die Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Abstimmungen erfolgen grundsätzlich durch Handaufheben; wenn ein Drittel der erschienenen Mitglieder dies verlangt, muss schriftlich abgestimmt werden.

Soweit notwendig, kann die Mitgliederversammlung ausnahmsweise auch im digitalen Format durchgeführt werden.

§ 10 Protokollierung von Beschlüssen

Die Beschlüsse des Vorstands sowie der Mitgliederversammlung sind unter Angabe des Ortes und der Zeit der Versammlung sowie des Abstimmungsergebnisses in einer Niederschrift festzuhalten. Die Niederschrift ist vom Sitzungsleiter und Schriftführer zu unterschreiben.

Geschrieben am 05.03.2021

Bericht über die Vorstandsitzung vom 25.2.2021 des Vereins Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.

An dieser digitalen Sitzung, über deren wesentliche Ergebnisse nachstehend berichtet wird, haben die Vorstände Dr. Uli Roth, Dr. Eberhard Bantel, Prof. Bernd Neufang und Dr. Ewald Prokein teilgenommen.

Die Corona-Pandemie hat eine Hauptversammlung in 2020 nicht zugelassen. Als Termin der nächsten Hauptversammlung wurde der Freitag, den 12.11.2021 um 19 Uhr ins Auge gefasst. Um Vormerkung wird gebeten.

Natürlich war die aktuelle Situation um das Corona-Virus einer der Schwerpunkte der Sitzung. Die negative und teilweise falsche Berichterstattung durch den Schwarzwälder Boten-insb. durch Nagolder Redakteure- ist nicht weiter hinnehmbar. Man hat sich deswegen bei der Chefredaktion in Oberndorf beschwert (siehe auch Leserbriefe).

Es wurde bemängelt, dass der Klinikverbund ‑hier insb. die Regionaldirektorin Frau Freimuth- keine organisatorischen Konsequenzen aus der Pandemie am Krankenhaus in Nagold gezogen hat. Das Personal hatte zu wenig Schutzausrüstungen und wurde nicht angemessen getestet. Das war kausal verantwortlich für die Pandemie im Calwer Krankenhaus.

Die Leistungen des Personals gerade in der Phase der verordneten Absonderung waren überragend. Deswegen ist die Calwer Bevölkerung dem Personal des Krankenhauses zu Dank verpflichtet.

Die Corona-Pandemie hat im Gegensatz zu manchen Gutachten gezeigt, wie wichtig eine Dislozierung der Krankenhäuser im Kreis ist. Schließlich hat zuerst das Nagolder Krankenhaus zum Jahreswechsel unter den Folgen der Pandemie gelitten, im Februar 2021 dann Calw. Durch die beiden Standorte war eine Versorgung der Bevölkerung unter großen Kraftanstrengungen wechselweise am nicht betroffenen Standort möglich.

In einem Rückblick wurde nochmals Vereinsgründung erörtert. Aufgrund es sog. Oberender-Gutachtens sollte das Calwer Krankenhaus zur Portalklinik und Zulieferer von Pforzheim und Nagold werden. Die Veröffentlichung des Gutachtens in 2004 führte zu einem Aufschrei in der Bevölkerung und mit aktiver Unterstützung durch die Stadt wurde der „Verein Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.“ im Jahre 2004 gegründet. Erster Vorsitzender und bisher einziger war Uli Roth. Die medizinischen Kompetenzen lagen insb. in der Person des damaligen 2. Vorsitzenden Dr. Frieder Hetzel.

Die Zielsetzung war kein Förderverein, sondern ein politisch aktiver Verein zur permanenten Sicherung der Gesundheitsgrundversorgung. Aufgrund der Interventionen des Vereins und der mobilisierten Bürgerschaft wurde letztlich das Gutachten nicht umgesetzt.

Nach dem sog. GÖK-Gutachten aus dem Jahre 2013 sollte das Calwer Krankenhaus zur Portalklinik für Böblingen/ Sindelfingen und Nagold werden. Auf Veranlassung des damaligen OB Eggert wurde mit aktiver Unterstützung durch die Stadt die BI im Verein gegründet. Durch viele öffentliche Veranstaltungen und mehrere Konfrontationen mit dem Landrat/ Entscheidungsträger im Kreistag und Klinikverbund gelang es, die Herabstufung zur Portalklinik zu verhindern. Bedauert wurde, dass der Calwer Gemeinderat selbst nicht aktiv wurde. Erst als sich ein möglicher Erfolg abzeichnete, hat man sich hinter die Aktionen gestellt und unterstützt. Durchgängig positiv war die Unterstützung seitens der niedergelassenen Ärzte.

Als Ergebnis lässt sich nun positiv feststellen: Es wird ein Krankenhaus (mit perspektivisch 190 Betten) gebaut werden, ergänzt mit einem Gesundheitscampus und die zentrale Sterilisationseinheit für vier Krankenhäuser des Klinikverbunds. Nach einer Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg vom 2.3.2021 wurde das Jahreskrankenhausprogramm 2021 beschlossen. Darin sind für den Standort Calw 68.102 Mio. € vorgesehen. Somit hat sich der Einsatz für den Krankenhausstandort Calw gelohnt.

Nach so vielen Jahren und dem positiven Ergebnis stehen zwangsläufig Veränderungen an. Der 1. Vorsitzende Uli. Roth hat seinen Lebensmittelpunkt nicht mehr in der Region Calw, weswegen er nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden wird zur Verfügung stehen wird. Der stellvertretende Vorsitzende. Eberhard Bantel hat gleichfalls mitgeteilt, dass er im Hinblick auf sein Kreistagsmandat und seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat (wo er oftmals Prof. Dr. Handel in Ausschüssen oder im Aufsichtsrat des Klinikverbunds vertreten muss) sowie seine familiäre Belastung für ein Vorstandsamt nicht mehr zur Verfügung stehen kann. Gleichfalls hat der weitere stellvertretende Vorsitzende Bernd Neufang signalisiert, dass er eine gewisse Amtsmüdigkeit verspürt. Mit anderen Worten, der Verein braucht nicht nur neue Mitglieder, sondern auch Bürger, welche bereit sind, die Arbeit im Verein weiter zu führen. Es wird auch in der Zukunft genügend Aufgaben für den Verein geben.  Dazu gehört die Öffentlichkeitsarbeit aktiver zu Gunsten des Calwer Krankenhauses und seines Personals.

Der Verein Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V. wird nach der Gründung der Bürgerinitiative Krankenhaus Calw, welche auf Veranlassung von OB Eggert als „Abteilung“ im Verein gegründet wurde, zwischenzeitlich nicht mehr wahrgenommen. Hingegen ist die „BI“ in der Stadt und Region ein fester Begriff und hat einen entsprechenden Bekanntheitsgrad. Deswegen wurde angedacht, bei der nächsten Hauptversammlung den Verein in „Bürgerinitiative Krankenhaus Calw (BI) e.V.“ umzubenennen.

Geschrieben am 24.04.2020

Positionspapier der Bürgerinitiative Krankenhaus Calw zur Optimierung des Krankenhausneubaus im Gesundheitscampus Calw

Diese Forderungen stehen vor dem Hintergrund, dass der Landrat in der Bürgerinformationsveranstaltung in Calw-Stammheim Folgendes zugesagt hat:

  • Calw erhält ein neues Akut-Krankenhaus mit 24 Stunden Notfallversorgung an sieben Tagen mit der
  • Versorgung von Herzinfarkten und Schlaganfällen in Calw,
  • dem Verbleib der Orthopädie in Calw einschl.
  • einer Unfallchirurgie zur Behandlung von Knochenbrüchen, Schenkelhalsfrakturen und Alterstraumatologie und
  • einer Geburtshilfe/ Gynäkologie.

1. Beachtung der ökologischen Grundsätze
Der Klimawandel und die zu erwartende Erhöhung der Temperaturen bringen Veränderungen mit sich. Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass beschlossen wurde, die Patientenzimmer zu klimatisieren.

Angestrebt werden sollten weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Richtung von „Green Hospital“. Hierzu wird auf das Deutsche Ärzteblatt 4/2020 Seite 166 ff verwiesen.

2. Versorgungsauftrag für den Landkreis Calw
Dieser ist aufgrund der Topografie schwierig zu erfüllen. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zeigen, wie wichtig es ist, dass Krankenhäuser sowohl an den Standorten Calw und Nagold sind. Beim Ausbrechen einer Pandemie tritt der Versorgungsauftrag verstärkt in den Vordergrund, weil die Bettenkapazitäten erschöpft sind.

Dieser Versorgungsauftrag bezieht sich auch auf die Teile des Enztals, die zum Landkreis gehören. Deswegen gilt es — schon aus politischen Gründen — die medizinische Versorgung des Kreises durch seine Krankenhäuser zu optimieren. Es ist nämlich bereits Realität, dass Kliniken aus Pforzheim versuchen, im nördlichen Landkreis und im oberen Enztal in „guten Zeiten“ Patienten zu generieren. So wurde bereits erfolgreich die pulmologische Praxis in Calw als MVZ übernommen, obwohl selbiges auch durch den Klinikverbund denkbar gewesen wäre.

Hinzu kommt, dass das Sana-Krankenhaus in Bad Wildbad wohl instabil ist. Im Falle einer Schließung würde dies zu einer Veränderung der Patientenströme führen. Sodann wären weitere 50 Betten zusätzlich erforderlich, damit Patienten des oberen Enztals nicht auf Kliniken in Pforzheim und dem Enzkreis ausweichen müssen. Zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung des oberen Enztals wird ein interdisziplinäres MVZ mit einer Portalklinik der Kreiskliniken Calw-Nagold unter der Führung der Kliniken Calw gefordert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass das chirurgische MVZ vor Jahren mit erheblichen Verlusten gescheitert ist, weil die notwendige Unterstützung durch den Klinikverbund nicht gegeben war.

Eine Veränderung der Trägerschaft erscheint auch bei der Paracelsus Klinik in Bad Liebenzell-Unterlengenhardt nicht ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass der Träger eines der beiden Pforzheimer Krankenhäuser in Schömberg ein Alterspflegeheim bauen möchte.

3. Sicherstellung der Versorgung von Herzinfarkten
Es ist eine Kardiologie mit einem Linksherzkatheter vorgesehen. Es ist notwendig und entspricht der Zusage des Landrats bei der Bürgerinformationsveranstaltung in Calw-Stammheim, dass die an 24 Stunden und 7 Tagen gewährleistet sein muss. Zur Erhaltung der vollen Funktionsfähigkeit darf das Behandlungsspektrum im elektiven Bereich zu Gunsten von Nagold nicht eingeschränkt werden. Schließlich gilt auch für Calw der Grundsatz, dass der Notfall eine Routine voraussetzt. Ansonsten könnte eine solche Einschränkung zu einem Qualitätsverlust führen. Zudem wäre die Wirtschaftlichkeit zu Gunsten von Nagold in Frage gestellt.

4. Sicherstellung der Behandlung von Schlaganfällen
Derzeit hat das Calwer Krankenhaus eine Neurologie mit Stroke-Unit. Diese wird nach Nagold verlegt.

Die Behandlung von Schlaganfällen in Calw muss entsprechend der Zusage des Landrats sichergestellt werden. Die beste Lösung wäre eine Stroke-Unit in Calw und Nagold. Dies auch vor dem Hintergrund, dass wie beim Herzinfarkt jede Minute zählt. Deswegen muss die Notfallversorgung an 24 Stunden und 7 Tagen gewährleistet sein.

Ein Hinweis: Früher war es auch nicht vorstellbar, dass neben Calw ein Linksherzkatheter und eine Kardiologie in Nagold betrieben wird. Im Interesse der Versorgung des ländlichen Raums zur Verkürzung der Behandlungsfristen hat sich dies als sinnvoll erwiesen. Gleiches muss für Calw bei den Schlaganfällen gelten. Möglich wäre z. B. ein Chefarzt in Nagold mit der Betreuung von Patienten in Calw durch Ärzte im Calwer Krankenhaus. Damit werden in Calw weiterhin Betten für die Behandlung von Schlaganfällen benötigt.

5. Orthopädie/Chirurgie
Die Orthopädie verbleibt in Calw, was letztlich auch ein Erfolg der Tätigkeit der BI ist. Jedoch soll in Nagold zu Lasten von Calw eine Unfallchirurgie aufgebaut werden.

Unfallchirurgie und Orthopädiechirurgie bilden eine Einheit. Deswegen wird eine Schwerpunktbildung in Nagold abgelehnt, denn sowohl Calw als auch Nagold sind im Hinblick auf die erkennbare Entwicklung der Krankenhauslandschaft nur überlebensfähig, wenn es ein Krankenhaus an zwei Standorten ist. Es ist zudem derzeitige Beschlusslage, welche auch einer Zusage des Landrats entspricht, dass in Calw eine Unfallchirurgie zur Behandlung von Knochenbrüchen, Schenkelhalsfrakturen und Alterstraumatologie verbleibt.

Möglich wäre eine Sektion Unfallchirurgie in Nagold unter der Leitung des CA für Unfall-/Orthopädiechirurgie Zur Flankierung muss die Sterilisation in Calw verbleiben und ein Therapiezentrum wäre weiterhin sinnvoll.

5.1 Therapiezentrum
Patienten werden heute unmittelbar nach der Operation mobilisiert. Viele Patienten wollen anschließend ambulant behandelt werden. Das derzeitige Angebot ist ein wesentliches Asset zur Steigerung der Akzeptanz der Calwer Orthopädiechirurgie, die einen hervorragenden — zwischenzeitlich überregionalen — Ruf hat. Daher ist die Erhaltung des Therapiezentrums — unabhängig von der Trägerschaft — anzustreben.

5.2 Neurochirurgische Operationen
Der Neurochirurg Dr. Hesse versorgt aktuell Patienten mit Bandscheibenvorfällen und knöchernen Engen an der Wirbelsäule. Diese Patienten liegen zumeist auf der Abteilung für Neurologie, gelegentlich auch auf der Orthopädie/Unfallchirurgie. Nach Umzug der Neurologie muss dafür gesorgt werden, dass Herr Hesse dann seine Patienten in vollem Umfang auch weiterhin in Calw dann auf der Orthopädie/Unfallchirurgie betreuen kann. Auch sollte erwogen werden, ihn durch ein MVC stärker ans Krankenhaus in Calw einzubinden unter Bewahrung der Patientenbetreuung in seiner bisherigen Praxis in Bad Wildbad.

6. Gynäkologie/Geburtshilfe
Von Nachteil ist, dass die Abteilung mit der Schmerztherapie geteilt werden soll. Gerade der Bereich der Geburtshilfe ist regionalpolitisch von erheblicher Bedeutung. Diese Teilung mit einer geplanten Bettenzahl von 20 Betten verhindert eine notwendige und auch sinnvolle Erhöhung der Geburtenzahlen.

Der Kreißsaal ist Bestandteil des Zentral-OP-Bereichs, was von Vorteil bei notwendigen Operationen sein kann. Ein solcher Sektio-OP-Bereich ist aber heute Standard bei allen Kreißsälen. Die geplante Entfernung zur Wochenstation wird als zu lang angesehen und führt zu einem höheren Personalbedarf.

Für die Gynäkologie sollten in Anbetracht der vorstehenden Ausführungen weiter Betten geschaffen und die Sicherstellung der Viszeralchirurgie gewährleistet sein.

7. Intensivmedizin/Anästhesie
Die Funktionsfähigkeit des Krankenhauses erfordert eine Intensivstation mit mindestens 8 Intensivbetten im Hinblick auf eine jederzeit wieder mögliche Pandemie und 8 IMC-Betten. Im Hinblick auf die große Anzahl der orthopädischen Operationen, die neurochirurgischen Operationen und Operationen im Bereich der Geburtshilfe und Gynäkologie ist eine Besetzung durch einen Chefarzt zwingend notwendig.

8. Erhöhung der Bettenzahl
Das Krankenhaus mit 184 Betten ist zwischen 90 und 105 % mehr als voll ausgelastet. Der Landkreis Calw hat derzeit einen Bevölkerungszuwachs von 6 % im Jahr. Besonders stark ist der Bevölkerungszuwachs in den Gemeinden östlich von Calw; aber auch in den östlichen Stadtteilen. Berücksichtigt man die möglichen Veränderungen in Bad Wildbad, so ist diese Bettenzahl nicht ausreichend.

Die Globalisierung erhöht das Risiko einer Pandemie signifikant, wie die aktuelle Situation der COVID-19-Pandemie zeigt. Bricht eine Pandemie aus, so wird eine weitaus höhere Bettenzahl in Krankenhäusern benötigt. Eine Erfahrung dieser Pandemie ist, dass die Bildung von Vorräten für Krisen sträflich vernachlässigt wurde, obwohl es valide Studien zu den Auswirkungen einer Pandemie gab. Deswegen sind räumliche Reserven zu schaffen.

Unter Berücksichtigung der vorstehenden Argumente ist die derzeit geplante Bettenzahl von Anfang an zu gering, obwohl die Neurologie nach Nagold verlagert wird. Es wird gefordert, dass von Anfang an, noch mindestens eine weitere Station gebaut wird. Eine Erweiterung, die modular möglich wäre, verursacht erhebliche Mehrkosten. Dies ist die Verschwendung von Steuergeldern, wenn die notwendige Erweiterung absehbar ist.

9. Ambulante Operationen
Bedingt durch den medizinischen Fortschritt wird das ambulante Operieren immer wichtiger und ist ein wesentlicher Bestandteil der operativen Abteilungen eines Krankenhauses. Dies bedingt, dass im Neubau — so wie es bisherigen Gebäude der Fall ist — ein angemessener, abgetrennter Warte- und Aufenthaltsbereich für die Patienten sowie Angehörigen (z. B. Eltern kleiner Kinder) mit Toilette, Umkleide, Dusche und abschließbarem Schrankbereich sowie Stellplatz für ein Bett und Stühle, vor und nach einer ambulanten Operation zur Verfügung stehen müssen. Hierfür ist derzeit Raum für 6 Patienten täglich vorhanden. In Zukunft werden wegen zunehmender Forderung der Durchführung von Operationen unter ambulanten Bedingungen eher 8 Plätze erforderlich sein.

10. Kindertagesstätte
Die Gesetzesänderung zwingt die Krankenhäuser dazu, den Bestand an Pflegepersonal aufzustocken. Die Gewinnung und Bindung von Pflegepersonal, das überwiegend weiblich ist, erfordert in der heutigen Zeit besondere Maßnahmen. Hierzu gehört eine Kindertagesstätte, welche die Besonderheiten eines Schichtbetriebs abdeckt. Mit einer Kindertagesstätte ist es u. U. auch möglich Personal, das sich bisher der Kindererziehung widmet, zu reaktivieren.

Dies sollte eine Betriebskindertagesstätte sein. Ein Bedarf besteht auch beim Kommando Spezialkräfte.

Die Bürgerinitiative Krankenhaus Calw unterstützt zusammen mit dem Verein „Familienfreundliches Calw“ alle Maßnahmen zur Gründung einer Kindertagesstätte.

11. Personalwohnheim
Ein solches ist notwendig. Die Bemühungen dahin gehend werden von der BI unterstützt.

Calw, den 23.4.2020

Für den Verein Pro Krankenhäuser Calw und Nagold
Bürgerinitiative Krankenhaus Calw

Dr. Eberhard Bantel             Prof. Bernd Neufang            Dr. Ewald Prokein

Geschrieben am 17.04.2018

Mitgliederversammlung vom 12.04.2018

Nachstehend wird das Protokoll (ohne Anlagen) über die vorstehende Mitgliederversammlung hinterlegt.
Protokoll der Sitzung am 12.4.2018

Geschrieben am 16.04.2018

Pressemitteilung 13.04.2018 Fortschreibung Medizinkonzeption

Aufsichtsrat verändert das Medizinkonzept Szenario 2021

Der Aufsichtsrat der Kreiskliniken Calw hat in einer Sondersitzung beschlossen, das bisherige Konzept aufgrund der vorgetragenen Argumente der BI, der Großen Kreisstadt Calw und der Ärzteschaft zu überdenken. Es ist zu begrüßen und zeigt große Souveränität, dass der Aufsichtsrat unter Führung von Landrat Helmut Riegger mehrheitlich die Forderungen zum Wohle der Bevölkerung der Region Calw übernommen hat. Gleichwohl ist dies noch nicht endgültig, denn der Kreistag muss in einer Sondersitzung am Montag, den 23.4.2018 (Beginn 15 Uhr im Landratsamt) dem geänderten Konzept zustimmen. Unterstützen Sie den Aufsichtsrat in dieser wichtigen Sitzung durch Ihr Kommen!
Die Pressemitteilung des Landratsamts vom 13.4.2018 ist nachstehend hinterlegt.
PM 13.04.2018 Fortschreibung Medizinkonzeption

Geschrieben am 09.04.2018

Die Initiatoren der beiden Ärzteappelle vom November 2017 und Januar 2018 informieren die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Calw über Veränderungen in der sie betreffenden Krankenhausplanung

Am 12.3.2018 fand ein Gespräch zwischen dem Stellvertreter des Landrats,
Herrn Danner, dem Ärztlichen Direktor des Klinikverbunds Südwest, Herrn Dr. Noetzel,
und den unterzeichnenden Ärzten statt. In diesem Gespräch wurde uns u.a.
als „Neues Konzept“ folgendes vorgestellt:

1. Die Orthopädie verbleibt in Verbindung mit „kleiner“ Unfallchirurgie in Calw
2. Die Chirurgie Nagold stellt täglich zwei Fachärzte für Bauchchirurgie im Tagdienst zur Verfügung, auch zur Unterstützung der Gynäkologie
3. Die Neurochirurgie verbleibt in Calw
4. Die Kardiologie bleibt wie bisher, einschließlich der Herzinfarkt-Diagnostik und –Behandlung, in Calw.
Die Versorgung von Herzinfarktpatienten im Bereitschaftsdienst bleibt offen
5. Die Gastroenterologie und Onkologie wird im bisherigen Rahmen weitergeführt. Nächtlich notwendige Magen-Darm-Spiegelungen sollen in Nagold durchgeführt werden
6. In Calw wird die Einrichtung einer großen Geriatrischen Abteilung mit Alterstraumatologie in Aussicht gestellt
7. Die Verlegung der Neurologischen Abteilung und Schlaganfall-Einheit nach Nagold. Für Calw fachärztlicher neurologischer Beratungsdienst aus Nagold
8. Die Geburtshilfe und Gynäkologie verbleiben in Calw und erfahren jegliche Unterstützung. Die personelle und wirtschaftliche Entwicklung steht aber unter Beobachtung

Die uns jetzt vorliegenden Inhalte der Konzeption weichen allerdings erheblich von den
zuvor gemachten Aussagen ab. Zu strittigen Punkten beziehen wir deshalb Stellung:

— In Calw soll es nach Dienstschluss ab 16 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen
keine Operation in der Unfallchirurgie geben

Wir fordern aber: Verbleib der Orthopädie einschließlich Unfallchirurgie als Schwerpunkt, unfallchirurgische
Eingriffe 24 Stunden am Tag und 7 Tage pro Woche!

— In Calw sollen von 16 bis 6 Uhr und am Wochenende keine Herzkatheter-Untersuchungen
mehr durchgeführt werden

Wir fordern aber: Weiterhin Lyse-Therapie von Schlaganfällen in Calw, da jede Minute zählt!
Gewährleistung einer fachärztlich-neurologischen Versorgung!

— Der Erhalt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe soll von der personellen
und wirtschaftlichen Situation abhängig gemacht werden

Wir fordern aber: Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie unter Zurückstellung wirtschaftlicher Aspekte.
Wir halten dies bei steigenden Geburten- und Einwohner-Zahlen im ländlichen Raum für unverzichtbar!

Wir sind weiterhin bereit, an der Anpassung des Klinikkonzepts mitzuarbeiten.
Veränderungen dürfen aber nicht einseitig zu Lasten des Calwer Krankenhauses
gehen und sie dürfen die Krankenversorgung der Bevölkerung der Stadt und
Region Calw nicht in Frage stellen!

Dr. Eberhard Bantel, Calw-Altburg; Dr. Heimo Haug, Calw; Dr. Rolf Johnen, Calw; Dr. Ewald Prokein, Ottenbronn; Dr. Hans Strasser, Calw-Altburg

Anzeige im Schwarzwälder Bote, Teil Calw und Umgebung vom 07.4.2018
(Hier können Sie die Anzeige downloaden.)
Anzeige SchwaBo S. 15 vom 07.4.2018

Geschrieben am 05.04.2018

Schreiben an Kreisräte

Medizinkonzeption-Szenario 2021

Lesen Sie hier das Schreiben an Kreisräte-Medizinkonzeption-Szenario 2021.