Presseartikel

Auf dieser Seite finden Sie Presseartikel zu den geplanten personellen Veränderungen im Krankenhaus Calw.

Geschrieben am 18.11.2019

Pro Krankenhäuser Calw und Nagold e.V.

Am 22.9.2019 hat sich die Bürgerinitiative Krankenhaus Calw, ein Ausschuss des Vereins Pro Krankenhäuser Calw und Nagold getroffen und über die aktuelle Situation diskutiert.

Die Entscheidung des Kreistags unter der Führung von Landrat Riegger in Calw einen Klinikneubau mit dem Verbleib der Orthopädie und einer 24 Stunden Versorgung an 7 Tagen in der Woche mit etwa 150 bis 160 Betten zu bauen wird begrüßt. Damit ist die zugesagte Erstversorgung von Herzinfarkten und Schlaganfällen auch in der Zukunft gesichert. Die Umsetzung ist mit dem bereits erfolgten Spatenstich besonders hervorzuheben.

Mit der Ergänzung des Klinikneubaus um einen Gesundheitscampus zur Sicherstellung der Hausarzt– und Facharztversorgung werden zukunftsorientierte Wege beschritten. Herrn Landrat Riegger ist zu danken, dass er den Mehrwert einer sektorenübergreifenden Versorgung erkannt und damit die bundespolitische Entwicklung vorhergesehen hat. Hierbei ist die integrierte Notfallversorgung von besonderer Bedeutung.

Die Bau– und Umsetzungsphase wird zeigen, dass die jetzige Planung noch der Optimierung bedarf. Dem Personal der Kliniken in Calw ist ein besonderer Dank auszusprechen, denn „unser“ Krankenhaus ist derzeit voll ausgelastet und an der Belastungsgrenze angekommen. Es besteht die Befürchtung, die geplante Bettenzahl wird von Anfang an nicht ausreichend sein. 

Krankenhäuser benötigen in der heutigen Zeit zur Bindung und Gewinnung von qualifiziertem Personal im unmittelbaren Einzugsbereich nicht nur Personalwohnungen, sondern auch Kindertagesstätten. Diese müssen in der Nähe zum Krankenhaus errichtet und die Betreuungsmöglichkeiten an den Schichtdienst eines Krankenhauses angepasst sein. Erfreulich ist, dass Landrat Riegger das Problem der Personal-wohnungen beim Spatenstich bereits angesprochen hat. Die Umsetzung der Konzeption in Sachen Kindertagesstätte geht jedoch auch die Große Kreisstadt Calw an.

Die Arbeit des Vereins Pro Krankenhäuser Calw und Nagold ist nach wie vor wichtig und noch nicht abgeschlossen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir darauf hinweisen, dass die Beiträge 2018 und 2019 (je 5 €) aus Vereinfachungsgründen zusammen Mitte November abgebucht werden, soweit eine Einzugsermächtigung vorliegt. Ansonsten wird um Überweisung gebeten IBAN: DE 80 6665 0085 0000 0329 99.

Da wir vom Finanzamt Calw als gemeinnützig anerkannt sind, können Mitgliedsbeiträge und Spenden steuerlich geltend gemacht werden. Bis zu einem Betrag von 200 € gilt der Bankbeleg als Nachweis.

Calw Journal vom 08.11.2019

Geschrieben am 22.10.2019

Damit die Füße laufen wie geschmiert

Um einer Arthrose vorzubeugen, sollten Knorpelschäden im Fuß operativ behandelt werden. Ist der Schaden lokal begrenzt, lässt sich der Eingriff per Arthroskopie durchführen.

Stehen, laufen, hüpfen, sprinten, balancieren: Der menschliche Fuß mit seinen 26 Knochen und 33 Gelenken ist ein Multitalent. Dafür, dass jede Fußbewegung „wie geschmiert“ läuft, sorgt elastisches Knorpelgewebe. Es schützt die Gelenkflächen, federt Stöße ab und verhindert, dass Knochen auf Knochen reibt. Durch altersbedingte Abnutzung, aber auch durch Überlastung oder Verletzungen kann das Knorpelgewebe allerdings Schaden nehmen. Belastung und Bewegungen verursachen dann Schmerzen. Da Knorpel sehr zellarm und nicht durchblutet ist, heilt ein solcher Defekt nicht von selbst. Unbehandelt kann er langfristig zu einer Arthrose führen.

Was tun, um einer Arthrose vorzubeugen? Bei Verletzungen des Gelenkknorpels, beispielsweise nach Sportunfällen, empfiehlt Prof. Dr. Martin Handel, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Calw, den Knorpel mithilfe einer Operation zu reparieren: „Eine Knorpelregeneration funktioniert aber nur, wenn um den Schaden herum noch gesundes Knorpelgewebe vorhanden ist“, betont der Experte. Prof. Dr. Handel wendet z. B. bei der OP am Sprunggelenk unterschiedliche chirurgische Techniken an. „Bei kleineren Schäden, also 1 bis 2 cm², füllen wir die defekte Stelle mit einem Knorpelimplantat aus Kollagen auf“, berichtet der Chefarzt. Der Eingriff erfolgt per Arthroskopie, das heißt, es werden lediglich kleinste Schnitte angesetzt.

Prof. Handel erklärt die Vorteile einer Arthroskopie: „Im Vergleich zur offenen Gelenkoperation ist das Infektionsrisiko kleiner. Außerdem treten geringere Weichteilschwellungen auf, der Patient hat
weniger Schmerzen und ist schneller wieder fit.“ Ist die beschädigte Stelle größer und liegt im Bereich von 2 bis 6 cm², wendet Prof. Dr. Handel das sogenannte AMIC-Verfahren mit Einbringen einer
Kollagenmembran an. Dieses Verfahren wird zumeist über einen wenige Zentimeter langen Schnitt durchgeführt: Der Arzt entfernt das beschädigte Knorpelgewebe und bohrt dann kleinste Löcher in den Knochen. Das bewirkt, dass sich die defekte Stelle mit Blut und Zellen aus dem Knochenmark füllt. Zum Schluss wird eine passgenaue Kollagenmatrix auf der Defektstelle fixiert. Diese besteht aus zwei Schichten: Die
obere undurchlässige Schicht dient als Schutz, die untere durchlässige Schicht fördert das Anwachsen der Zellen und damit die Neubildung von Knorpel.

Ob ein Knorpel sich gut regeneriert, hängt von vielen Faktoren ab: Das Alter des Patienten spielt eine Rolle, ebenso der Zustand des restlichen Gelenks, aber auch die Breite, Lage und Tiefe des Knorpelschadens selber. Die OP ist demnach lediglich die „Starthilfe“, die eigentliche Knorpelregeneration findet erst hinterher statt. Prof. Dr. Handel unterstreicht daher: „Vor der OP sollte ein erfahrener Arzt die Erfolgsaussichten des individuellen Falls einschätzen. Denn bis der neue Knorpel stabil ist, muss der Patient einiges an Geduld und Mitarbeit aufbringen. Eine spezielle Physiotherapie unterstützt den Heilungsprozess. Erst nach sechs Wochen darf das Gelenk wieder belastet werden, gelenkbelastende Sportarten sind frühestens nach sechs Monaten wieder möglich.“

Prof. Dr. Martin Handel, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in den Kliniken Calw
Kontakt: Sekretariat der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in den Kliniken Calw
Tel.: 07051 14–42001
www.klinikverbund-suedwest.de

Schwarzwälder Bote, Teil Termine & Service vom 18.10.2019

Geschrieben am 15.10.2019

Krankenhaus Calw von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ zertifiziert

Diabetes ist eine weit verbreitete Volkskrankheit. Dank der Zertifizierung „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ kann das Krankenhaus Calw nun Diabetiker hochkompetent versorgen.

Fast jeder vierte Patient im Krankenhaus hat die Diagnose Diabetes“, weiß Oberarzt und Diabetologe Dr. Michael Sander. Um diesen Patienten künftig eine hoch spezialisierte Behandlung anbieten zu können, arbeitete der Calwer Diabetologe mit Erfolg an der Zertifizierung des Hauses durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft.
In regelmäßigen Fortbildungen hat Dr. Sander gemeinsam mit der Diabetesberaterin Christl Treibert das Pflegepersonal in allen Aspekten der Diabetes-Diagnostik und Therapiemöglichkeiten unterrichtet. Inzwischen arbeiten auf jeder Station mindestens zwei Vollzeitkräfte mit einer Diabetes-Weiterbildung. Auch Schulungen für die Ärzte des Hauses führte das Diabetes-Team durch, so dass das ärztliche Personal
in Fragen der Diabetologie hochkompetent agieren kann. Handlungsempfehlungen findet es im Intranet: „Alles hat eine klare Struktur, es gibt Leitlinien, an die man sich hält. Patienten mit entgleisten Blutzuckerwerten werden im Behandlungsteam umfassend besprochen und ein individueller Behandlungsplan entwickelt.“
Nach genau festgelegten Standards überprüft das Personal die Medikamente der Diabetiker, achtet auf Nebenerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz– und Nierenerkrankungen oder chronische Wunden. Ziel ist es, den Patienten ganzheitlich und individuell zu versorgen. Um dies zu erreichen, erzählt Dr. Sander, wurden die Pflegekräfte durch das Diabetes-Team in den vergangenen drei Jahren intensiv geschult, denn: „Sie sind häufig die ersten Ansprechpartner für die Patienten, geben Hilfestellung beim Messen des Blutzuckers und beim Spritzen von Insulin.“ Nur gut eingestellte Blutzuckerwerte ermöglichen eine bessere Heilung von Wunden und Infektionen sowie eine geringere Komplikationsrate, zum Beispiel bei Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Um ein bestmögliches Selbstmanagement des Patienten zu erreichen, bekommt er hilfreiche Unterstützung an die Hand – von der Eingangsschulung bei Neuerkrankungen über die Ernährungsberatung bis hin zur onlinebasierten Schulung am Tablet. „Besorgt haben wir zwei iPads mit finanzieller Unterstützung des Krankenhausfördervereins „ganz nah““, erzählt Dr. Sander. Die onlinebasierte Schulung ergänzt die persönliche Patientenschulung im Haus und hilft das erworbene Wissen der Patienten zu vertiefen. Dank der einfachen Bedienung kann jeder Patient, ob jung oder alt, spielend mit dem Gerät umgehen.
Das intensive Schulungsprogramm führt zu besseren Therapieergebnissen und weniger Komplikationen. Die umfassenden Diabeteskenntnisse haben bei den Mitarbeitern zu einer noch besseren Wahrnehmung der Probleme von Diabetespatienten geführt. Das Diabetes-Team möchte künftig noch besser werden: Es plant bereits weitere Schulungen für das Personal des Klinikverbunds Südwest. Zum Ziel gesetzt hat es sich zudem eine verbesserte Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.

Dr. med. Michael Sander ist Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin und Facharzt für Diabetologie in den Kliniken Calw.
Kontakt: Sekretariat der Abteilung für Innere Medizin
Tel.: 07051 14–42102
www.klinikverbund-suedwest.de

Schwarzwälder Bote, Teil Termine & Service vom 4.10.2019

Geschrieben am 17.09.2019

Calwer Wunder

Wer die vergangenen drei Jahrzehnte Kommunalpolitik im Kreis Calw mitverfolgt hat, musste sich auf dem Stammheimer Feld ungläubig die Augen reiben. Wer sich an die Gegenwehr der Calwer erinnert und an die Stahlgewitter, durch die Landrat Helmut Riegger und sein Vorgänger Hans-Werner Köblitz bei den Bürgerversammlungen in Stammheim gingen, der musste ernsthaft zweifeln, dass dieser Tag je kommen würde. Wer jede Zeile der sich über Jahre hinziehenden Leserbriefschlacht über das Für und Wider eines neuen Krankenhauses in Calw gelesen hat, der konnte beim besten Willen an dieses Leuchtturmprojekt, als das es heute gepriesen wird, keine Minute lang glauben. Dass nun, nach 106 Jahren, in der Hesse-Stadt wieder zu einem Spaten gegriffen worden ist, um eine neue Klinik zu bauen, kommt insofern einem Calwer Wunder gleich.

Kommentar Roland Buckenmaier
Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 17.9.2019

Geschrieben am 17.09.2019

INFO zum Gesundheitscampus

Neben dem Neubau der Kliniken Calw, ausgestattet mit 150 Betten für die Grund– und Regelversorgung mit Schwerpunkt Orthopädie, umfasst der künftige Gesundheitscampus Calw eine Klinik für Psychosomatik mit 30 Betten, eine Tagesklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie mit zwölf Plätzen sowie eine psychiatrische Institutsambulanz des Zentrums für Psychiatrie Calw – Klinikum Nordschwarzwald, ein Nephrologisches Zentrum mit 25 Dialyseplätzen, eine Einrichtung für Kurzzeitpflege des DRK Kreisverbands Calw mit 30 Betten und ein Haus der Gesundheit. Dieses Haus wird die S-Immobilienvermögen Gesellschaft der Sparkasse Pforzheim Calw als Bauträger errichten und an verschiedene Haus– und Facharztpraxen, den Pflegestützpunkt des Landkreises Calw und ein Gesundheitszentrum der AOK Nordschwarzwald vermieten. Zudem sind die Errichtung eines Parkhauses und eines Hubschrauberlandeplatzes vorgesehen. Um kurze Wege in der Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, werden alle Abteilungen räumlich miteinander verbunden. Ziel ist eine patientenorientierte und sektorenübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Professionen des ambulanten Sektors sowie zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor.

Kostenpunkt des gesamten Campus: nahezu 100 Millionen Euro.

Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 17.9.2019

Geschrieben am 17.09.2019

Startschuss für 100-Millionen-Projekt

Versorgung — Spatenstich für den Klinikneubau leitet die Umsetzung des Medizinkonzepts in Calw ein

Es war ein langer Weg bis zu diesem symbolischen Akt auf dem Stammheimer Feld: Mit einem Spatenstich wurde der Startschuss gegeben für den in der Bürgerschaft über Jahrzehnte umstrittenen Klinikneubau in der Hesse-Stadt. Fast 100 Millionen Euro wird der neue Gesundheitscampus kosten, mit dem der Kreis konzeptionell neue Wege in der medizinischen Versorgung geht.

Calw. Entsprechend euphorisch wurde das Millionenprojekt, das hier in den nächsten drei Jahren auf einem sieben Hektar großen Areal entstehen wird, von den Festrednern mit Vorschusslorbeeren bedacht. Von einem »Vorbildcharakter« fürs ganze Land sprach Layla Distler vom Sozialministerium, überzeugt: »Für die Region wird hier etwas Wertvolles entstehen.« Gar »bundesweiten Modellcharakter« erkannte Jörg Noetzel, medizinischer Geschäftsführer des Klinikverbundes Südwest. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, gab sich ähnlich zuversichtlich: »Das wird eine Erfolgsgeschichte.«

In AOK-Chef Hermann sieht der Calwer Landrat Helmut Riegger den »Vater« dieses Gesundheitscampus. Vor Jahren, so plauderte der Kreischef aus dem Nähkästchen, habe er mit Hermann zusammengesessen, der ihm den Rat mit auf den Weg gegeben habe: »Machen Sie was Innovatives, etwas Gutes aus dem Krankenhaus. So ist die Campus-Idee entstanden.«
Kern dieser Idee ist eine sektorenübergreifende Versorgung der Patienten. Der Ansatz, hier ein Hausärztliches Primärversorgungszentrum einzurichten, war dem Sozialministerium eine Förderung von 150 000 Euro wert war. Baden– Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) lobte das Projekt im Vorfeld in den höchsten Tönen: »Der Gesundheitscampus Calw ist ein Vorzeigemodell, ein Leuchtturm für Baden-Württemberg.«

Die Klinik selbst, ausgestattet mit 150 Betten für die Grund– und Regelversorgung und dem Schwerpunkt Orthopädie, wird den Kreis Calw rund 70 Millionen Euro kosten wird. Man rechnet mit einer 50-prozentigen Förderquote.

Weitere 25 Millionen Euro investieren das Zentrum für Psychiatrie, das Nephrologische Centrum, das DRK und die Sparkasse Pforzheim Calw, die ein Haus der Gesundheit baut und weitervermietet (siehe Info).

Landrat Riegger gab sich beim Spatenstich überzeugt: »Der Campus eröffnet uns ganz neue Chancen in der Patientenversorgung.« Das Besondere sei weniger die räumliche Nähe der Partner-Einrichtungen, sondern vielmehr das Versorgungskonzept, das die Gebäude mit Leben erfüllen soll: »Wir wollen hier Versorgung vom Patienten her denken. Das heißt: Was braucht der Patient, um möglichst gut versorgt zu werden.«

Angesichts der Tatsache, dass viele niedergelassene Hausärzte im Landkreis altershalber in den Ruhestand gehen und keinen Nachfolger finden, denkt der Kreischef auch an die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), das zunächst an einer Hausarztpraxis angegliedert werden soll. Ziel sei es aber, so erklärte Riegger, die Zentrale dieses MVZ zukünftig auf dem Campus auf dem Stammheimer Feld anzusiedeln. Darüber hinaus sollen dezentrale Zweigpraxen im Landkreis die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen.
Die Inbetriebnahme des Calwer Gesundheitscampus ist im Jahr 2022 vorgesehen.

Von Roland Buckenmaier
Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 17.9.2019

Geschrieben am 04.09.2019

Ministerium fördert Modellprojekt am Campus

Startschuss — Bauliche Maßnahmen zur äußeren Erschließung des künftigen Campus-Areals beginnen am 2. September

Diesen Montag starten die Baumaßnahmen für die Erschließung des neuen Calwer Krankenhauses. Massive Unterstützung für das Großprojekt kommt vom Stuttgarter Sozialministerium. Im Übrigen auch für Modellprojekte innerhalb des geplanten Gesundheitscampus.

Calw. Knapp ein Jahr ist es her, seit im Zuge der Umsetzung des Medizinkonzepts zur künftigen stationären medizinischen Versorgung im Landkreis Calw mit den vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung der Kreiskliniken in Nagold begonnen wurde. Jetzt stehen auch die baulichen Maßnahmen für die äußere Erschließung des geplanten Klinikneubaus mit angeschlossenem Gesundheitscampus in Calw in den Startlöchern.

Unterstützung erfährt das vom Landkreis Calw in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern forcierte Vorhaben durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.
Im Rahmen eines kürzlich erfolgten Besuchs im Landratsamt Calw ließ sich Sozial– und Integrationsminister Manfred Lucha, zu dessen Ressort auch die Krankenhausplanung gehört, von Landrat Helmut Riegger den aktuellen Planungsstand des Gesundheitscampus Calw und die sich durch dessen Realisierung ergebenden Vorzüge für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Region erläutern.
Dank des sektorenübergreifenden Versorgungsansatzes wurde nun jüngst die im Zuge des Gesundheitscampus Calw vorgesehene Einrichtung eines hausärztlichen Primärversorgungszentrums auf Bewerbung des Landkreises vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg als eines von landesweit insgesamt vier zukunftsweisenden Modellprojekten zur Primärversorgung für eine Förderung in Höhe von 150 000 Euro ausgewählt.

In einer Pressemitteilung vom 28. August hebt das Ministerium hervor, dass mit dem Projekt neue Versorgungswege der hausärztlichen Versorgung in Calw und Umgebung geschaffen werden.
So wird ein Team von Angehörigen unterschiedlicher Gesundheitsberufe – bestehend aus Pflegekräften, medizinischen Fachangestellten und Versorgungsassistenten – aufgebaut, das sich um die kontinuierliche Versorgung und Präventionsbegleitung chronisch und mehrfach erkrankter Menschen kümmert. Auch einheitliche Versorgungspfade für häufige Erkrankungen sollen eingeführt und die Gesundheitskompetenz der Bürger insgesamt gesteigert werden.

Daher könne das in den geplanten Gesundheitscampus integrierte hausärztliche Primärversorgungszentrum Calw nach Auffassung des Ministeriums zu einer Entlastung von Krankenhäusern und der Sicherung der Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum beitragen sowie der Untersuchung der nötigen Voraussetzungen und Gegebenheiten für erfolgreiche Primärversorgungszentren dienen. Zunächst gilt es nun aber, das 6,9 Hektar umfassende künftige Campus-Areal auf dem Stammheimer Feld III in Calw zu erschließen.

Die entsprechenden baulichen Maßnahmen beginnen am Montag, 2. September. Der offizielle Spatenstich für die äußere Erschließung des Gesundheitscampus Calw folgt aus terminlichen Gründen am 16. September.

Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 2.9.2019

Geschrieben am 25.07.2019

Ein Wachwechsel mit gehörig Zündstoff

Kreistag — Personalie sorgt für Diskussionen im neuen Kreisgremium / Viele ausscheidende Räte von Landrat Riegger verabschiedet
Darf ein Chefarzt einer Klinik in deren Aufsichtsrat? Grünen-Kreisrat Erich Grießhaber wollte diese Frage für sich nicht so ohne weiteres mit »Ja« beantworten – und setzte damit die Initialzündung für die erste intensive Debatte im neuen Calwer Kreistag. Und das gleich in dessen konstituierender Sitzung.

Kreis Calw. In konstituierenden Sitzungen kommunaler Gremien wie Gemeinde– oder Kreisräten werden für gewöhnlich die Räte auf ihr Amt verpflichtet und die Besetzung von Ausschüssen, Aufsichtsräten und ähnlichen Gremien geregelt.

So geschehen auch jetzt bei der allerersten Sitzung des neugewählten Calwer Kreistags. Jede Fraktion hatte sich ihre Gedanken gemacht und ihre Personalvorschläge im Vorfeld bei der Kreisverwaltung eingereicht, die diese dann zusammengefasst hatte.
Und so konnte in der Sitzung des Kreistags – mit Ausnahme der Besetzung der stellvertretenden Vorsitzenden des Kreistags – immer en bloc abgestimmt werden. Ob nun beim Umweltausschuss oder bei der Besetzung des Aufsichtsrats der Abfallwirtschaft Landkreis Calw.

Alles ging seinen gewohnten Gang. Bis die Besetzung des Aufsichtsrats der Kreiskliniken an der Reihe war. Für diesen Aufsichtsrat hatten die Freien Wähler den Calwer Chefarzt Stefan Handel vorgesehen. Ein Umstand, der dem Grünen-Kreisrat Erich Grießhaber nicht behagte: »Aus meiner Sicht ist die Besetzung eines Aufsichtsratspostens mit einem Angestellten nicht rechtens«, argumentierte Grießhaber. »Da gibt es eine Interessenskollision. Und das geht für mich nicht«, so der Grünen-Rat aus Bad Liebenzell, der deshalb eine geheime Abstimmung über die Besetzung des Klinik-Aufsichtsrats beantragte.

Volker Schuler, Fraktionschef der Freien Wähler, wollte die Sache so nicht stehen lasen. Zeigte sich »irritiert« und »enttäuscht« über den Antrag, der den bisherigen Gepflogenheiten im Gremium widerspreche. Der CDU war es bei der Personalie Handel offensichtlich auch nicht ganz so wohl. So jedenfalls ließ es Nagolds Stadtoberhaupt und Fraktionschef Jürgen Großmann durchblicken. Man habe da so seine Bedenken, meinte Großmann. Trotzdem werde die CDU den Personalvorschlag der Freien Wähler mittragen. Freie Wähler-Rat Otakar Zoufaly äußerte sein Missfallen über die Diskussion und machte deutlich, dass man auch beim Thema der Bürgermeister im Kreistag von einem Interessenkonflikt sprechen könne. Und der Konflikt habe bisher keine Konsequenzen gehabt. Bernd Walz von den Freien Wählern machte deutlich, dass die Fraktion die vorgebrachten Bedenken ebenfalls diskutiert und die Besetzung des Aufsichtsrats in einer geheimen Wahl vorgenommen habe, berichtete Walz.

Auch der Kreisverwaltung war das Thema im Vorfeld zugetragen worden. Man habe sich in dieser Sache beim Regierungspräsidium Karlsruhe rückversichert, berichtete Landrat Helmut Riegger. Und die Behörde habe gegen das Vorgehen keinerlei Bedenken geäußert. Man müsse das Thema in Zukunft sensibel handhaben und bei jeder Sitzung prüfen, ob beim Chefarzt Handel eine Befangenheit vorliege, riet SPD-Fraktionschefin Ursula Utters.

Auch wenn er die Personalie immer noch als »schwierig« erachte, zog Grießhaber seinen Antrag auf geheime Abstimmung schließlich zurück. Alle weiteren Personalentscheidungen erfolgten in der Sitzung einstimmig.

Vor der konstituierenden Sitzung des neuen Kreistags hatte Landrat Helmut Riegger in der letzten Sitzung des alten Rats eine Bilanz der Legislaturperiode gezogen und die ausscheidenden Kreistagsmitglieder verabschiedet. Der Kreistag habe in den vergangenen fünf Jahren »ganz entscheidende und weitreichende Beschlüsse für den Landkreis« gefasst. Man könne sagen: »Wir waren erfolgreich und können auf das Erreichte stolz sein«, so Riegger, der in diesem Zusammenhang unter anderem die Beschlüsse zu den Kliniken, zur Hesse-Bahn, das Vorgehen in der Flüchtlingsfrage, das Thema Breitband, die Aufrüstung der beruflichen Schulen, die Landratsamtserweiterung und die Forstreform erwähnte.

Den neu verpflichteten Kreisräten gab Riegger in einer kurzen Begrüßung so manches mit auf den Weg. Unter anderem – und das mit Blick auch auf die neue AfD-Fraktion – seinen Wunsch nach einem »souveränen Umgang« miteinander und dass die Sacharbeit im Vordergrund stehen solle. Trotz heftiger Debatten habe man sich in der Vergangenheit nach Abstimmungen immer noch in die Augen schauen können und die Mehrheitsmeinung akzeptiert.

Obwohl man in der vergangenen Periode viele wegweisende Entscheidungen getroffen habe, dürfe man nun im Kreistag nicht nachlassen und müsse weiter mutig die Zukunft des Landkreises planen. Als Ziele nannte der Kreischef »einen hohen Wohn– und Lebensstandard« und ein »attraktiver Wirtschaftsstandort Kreis Calw«. Das neue Signal für die neue Amtszeit des Kreistags solle der Mut zur Entscheidung sowie der Mut zur positiven Weiterentwicklung sein – und »die Bereitschaft die bisher getroffenen Beschlüsse mit Tatkraft umzusetzen«.

Nicht mehr im Kreistag vertreten sind:
CDU: Walter Beuerle, Martin Blaich, Helmut Hauser, Andreas Hölzlberger, Ulrich Kallfass, Gisela Kuhlmann
Freie Wähler: Ulrich Bünger, Ralf Eggert, Clemens Götz, Hans Kern, Norbert Mai, Bettina Mettler, Jochen Stoll, Thomas Zizmann.
SPD: Erich Klemm, Daniel Steinrode
Grüne: Wolfgang Klasen, Rita Weippert
FDP: Karl Braun, Christiane Hiller-Schmidt, Martin Lacroix

Nicht mehr im Kreistag vertreten sind:
CDU: Walter Beuerle, Martin Blaich, Helmut Hauser, Andreas Hölzlberger, Ulrich Kallfass, Gisela Kuhlmann
Freie Wähler: Ulrich Bünger, Ralf Eggert, Clemens Götz, Hans Kern, Norbert Mai, Bettina Mettler, Jochen Stoll, Thomas Zizmann.
SPD: Erich Klemm, Daniel Steinrode
Grüne: Wolfgang Klasen, Rita Weippert
FDP: Karl Braun, Christiane Hiller-Schmidt, Martin Lacroix

Von Sebastian Bernklau
Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 24.7.2019

Geschrieben am 25.07.2019

Landrat vermeldet zwei Infrastruktur-Coups

Unternehmertreff — Bund bezuschusst teilweise dreispurigen Ausbau der B 463 / Staatssekretär Bareiss setzt auf Innovation
Helmut Rieggers Leitlinie zur Verbesserung der Lage im Kreis Calw lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Infrastruktur. In der Hinsicht konnte der Calwer Landrat beim großen Unternehmertreff bei Infinex in Haiterbach mit einem Coup aufwarten. Der teilweise dreispurige Ausbau der B 463 ist in trockenen Tüchern – und Geld für den Mobilfunk gibt es auch.

Kreis Calw/Haiterbach. Für Calws Landrat Helmut Riegger ist die Lage klar. Die Unternehmen – auch die im Kreis Calw – bekommen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht die Wertschätzung, die sie verdienen. Auch deshalb lädt der Landkreis regelmäßig die Unternehmer des Kreises zu einem großen Unternehmertreff ein. In diesem Jahr war die Firma Infinex in Haiterbach Co-Gastgeber – einen Tag vor der Eröffnung ihres neuen Verwaltungsgebäudes mit dem »Infinex-Turm«.

Für die gut 250 Gäste des Unternehmertreffs hatte der Calwer Kreischef zwei besondere Nachrichten auf Lager. In seiner vom Thema Infrastruktur dominierten Ansprache konnte er gleich bei zwei Infrastruktur-Vorhaben einen Durchbruch vermelden. Zum einen beim angestrebten teilweise dreispurigen Ausbau der Bundesstraße 463 zwischen Nagold und Pforzheim. Dafür werde der Bund 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen, teilte Riegger mit. »Damit haben wir in ein paar Jahren einen besseren Anschluss an die Westtangente bei Pforzheim und damit zur A 8«, so der Landrat.

Millionenzuschüsse gibt es nach Rieggers Worten auch für ein anderes Projekt: »Für den Ausbau des Mobilfunknetzes werden wir zehn Millionen Euro Fördermittel vom Bund bekommen«, so der Kreischef. In Sachen Mobilfunk formulierte Riegger dabei nicht den 5G-Mobilfunkstandard als Ziel, sondern: »Mir würde es für die Bevölkerung reichen, wenn wir ein flächendeckendes 4G-Netz hätten.« An dieser Stelle war es für Riegger Zeit für eine Prise Sarkasmus: »Dann bauen wir eben auch noch Funkmasten.«

Diese Aussage war darauf gemünzt, dass der Landkreis auch beim Breitbandausbau das Heft des Handelns in die eigene Hand genommen hat. Da habe man 440 Kilometer Glasfaserkabel im Kreis verlegt, in neun Kommunen werde man jedes Haus mit Glasfaser versorgen. Dafür habe man allein in den vergangenen zwei Jahren 18 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land abgerufen.

Auch die großen Infrastrukturprojekte des Kreises durften bei Rieggers Rede nicht fehlen: die Hesse-Bahn, für die man 60 Millionen Euro investiert, und die Krankenhäuser. Da werden für die Erweiterung des Nagolder Krankenhauses 85 Millionen ausgegeben und für das neue Calwer Krankenhaus samt Gesundheitscampus zusammengenommen 100 Millionen Euro.

Weiterhin kündigte der Landrat an, dass man sich im Kreis in Zukunft des Themas Klimaschutz annehmen werde. Dafür müssten aber alle politischen Akteure – von der EU über den Bund bis hin zu den Kommunen – an einem Strang ziehen.

Was die Unternehmen im Kreis angeht, wiederholte Riegger seine immer wieder hervorgehobene Linie: Er als Landrat und das Landratsamt »werden für Sie bei allen Ihren Vorhaben ein guter und verlässlicher Partner sein.«

Nachdem Co-Gastgeber Infinex-Chef Martin Hartl den Gästen sein Unternehmen und das neue Verwaltungsgebäude vorgestellt hatte, betrat der eigentliche Stargast des Abends die Bühne: Thomas Bareiss, seines Zeichens Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, verbreitete von Beginn an Optimismus in Sachen Wirtschaftslage. Er sang das hohe Lied auf die familiengeführten mittelständischen Unternehmen, bezeichnete diese als »das Pfund, auf das wir bauen können«. Hob hervor, dass Baden-Württemberg mehr »Hidden Champions« – unbekannte Firmen, die in ihrer Sparte Weltmarktführer sind – habe als die gesamte USA. Bareiss rief die Unternehmen auf, in ihrer Branche Schrittmacher zu bleiben. In Sachen Energiewende will der Unionspolitiker weniger mit Verboten und Regularien arbeiten, sondern setzt vielmehr auf die Innovationskraft von Wissenschaft und Wirtschaft.

Bekocht vom Kochclub Nordschwarzwald und bedient von Helfern des TSV Haiterbach konnten die Besucher den Unternehmertreff in Haiterbach gemütlich ausklingen lassen.

Von Sebastian Bernklau
Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 20.7.2019

Geschrieben am 25.07.2019

Nagolder Chirurgie hat einen neuen Chefarzt

Personalie — Aufsichtsrat des Kreisklinikums beruft Privatdozent Daniel Kauff / Mediziner wechselt aus Mainz in den Kreis Calw
In seiner jüngsten Sitzung in dieser Woche hat der Aufsichtsrat des Kreisklinikums Calw-Nagold die Nachfolge der Chefarztposition der Klinik für Allgemein-, Viszeral– und Gefäßchirurgie mit Unfallchirurgie an den Kliniken Nagold festgelegt.

Nagold/Sindelfingen. Im Einvernehmen mit der Geschäftsführung entschied sich das Gremium für Privatdozent Daniel Kauff. Der 40-jährige Mediziner setzte sich damit im Auswahlverfahren gegen 13 Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet durch und wird nach jetzigem Stand bereits zum 14. Oktober 2019 seinen Dienst in Nagold antreten.
Bis dahin führt der leitende Oberarzt Kai Roy die Klinik in Nagold kommissarisch weiter. Standortübergreifend im Sinne des Verbundcharakters unterstützt zudem bis zum Herbst der Chefarzt der Böblinger Allgemeinchirurgie, Stefan Rolf Benz, die Kollegen vor Ort, um die Patientenversorgung auf gewohnt hohem Niveau zu sichern und einen nahtlosen Führungsübergang an den neuen Chefarzt zu gewährleisten.

»Mit Herrn Kauff ist es uns gelungen, einen äußerst profilierten und engagierten Viszeralchirurgen sowie menschlich tadellosen Kandidaten für die Kliniken Nagold zu gewinnen«, so der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikverbundes Südwest, Calws Landrat Helmut Riegger, am Rande der Aufsichtsratssitzung. »Die hochkarätige Nachbesetzung ist für die Patienten, aber auch für die Mitarbeiter, ein gewichtiges Zeichen zur Stärkung der wohnortnahen medizinischen Versorgung im Kreis Calw.«

»Daniel Kauff stößt im Herbst zu einem perfekten Zeitpunkt zu uns und kann die Modernisierung und Weiterentwicklung der Kliniken Nagold hin zu einem Schwerpunktversorger in den nächsten Jahren mitgestalten«, gibt der medizinische Geschäftsführer des Klinikverbunds, Jörg Noetzel, zu bedenken. »Seine Habilitation und seine Tätigkeiten im Rahmen der für 2020 geplanten Ernennung zum außerplanmäßigen Professor tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung des Standorts und der Nachwuchsgewinnung bei.«

Sowohl seine Expertise in der Viszeralchirurgie, speziellen Viszeralchirurgie, Proktologie und Onkologie im Rahmen des Darmkrebszentrums als auch seine Erfahrung in der laparoskopischen Chirurgie haben die Auswahlkommission – bestehend aus Vertretern der Geschäftsleitung, der Pflege sowie Chefärzten der Kliniken Nagold und des Verbundes – mehr als überzeugt.
»Darüber hinaus kann Herr Kauff sein Wissen und seine Erfahrung bei der onkologischen Zertifizierung in Nagold sehr gut einbringen und perspektivisch beispielsweise den Aufbau eines koloproktologischen Zentrums sowie eines Refluxzentrums vorantreiben. Mit seiner Begeisterung für die Medizin und seinem gewinnenden Wesen ist er die perfekte Wahl, um die Klinik zukunftsfähig weiter zu entwickeln.«

Kauff wechselt von der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zum Klinikverbund Südwest. Dort war er zuletzt Funktionsoberarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral– und Transplantationschirurgie, Koordinator des Viszeralonkologischen Zentrums (Leber, Darm, Magen, Pankreas) sowie Lehrbeauftragter.

Sein Studium der Humanmedizin sowie die Facharztausbildung absolvierte der gebürtige Frankfurter ebenfalls in Mainz. Aktuell absolviert er zudem ein berufsbegleitendes Masterstudium in Health Business Administration. Der Facharzt für Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie ist unter anderem Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Allgemein– und Viszeralchirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie und der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.

Kauff ist verheiratet und hat eine einjährige Tochter.

Schwarzwälder Bote, Teil Nordschwarzwald vom 20.7.2019