Calw. Mit bedächtigen, beinahe meditativen Klängen haben »Die zwölf Cellisten der Musikschule Calw« am Samstag den Neujahrsempfang der Stadt in der Aula eröffnet. Zwischen OB Ralf Eggerts Ansprache und der Sportlerehrung boten die Mitglieder des Altburger Dance Movement mit schnellen Tanzschritten und fetziger Musik dagegen einen krassen Kontrast. Beide Künstlergruppen zusammen zeigten somit das, was auch Eggert mit seiner Rede bot: einen Querschnitt dessen, was in Calw alles los ist. Krankenhaus Natürlich durfte dieses »hochemotionale Thema«, so Eggert, bei dessen Ansprache nicht fehlen: die Debatte um die Zukunft des Calwer Krankenhauses. Der OB blickte zurück auf das erste, vielfach umstrittene Konzept 3plus. Seit dieses vom Kreistag trotz »erheblichem Widerstand der Stadt« beschlossen worden sei, habe sich vieles getan, erklärte Eggert. So sei beispielsweise die Gynäkologie und Geburtshilfe von einer Beleg– auf eine Hauptabteilung erweitert worden. Auch das Konzept 3plus habe Veränderungen erfahren. Dabei dürfe es aber nicht bleiben. Wenn beispielsweise der Kreis sein Versprechen, eine vollumfängliche unfallchirurgische Versorgung in Calw zu garantieren, halten wolle, müsse einiges nochmals überdacht werden. Da Orthopädie und Unfallchirurgie heute medizinisch nicht mehr zu trennen sind, müsse diese Abteilung eine entsprechende Größe haben. »Dafür braucht man ein paar Betten mehr und dafür braucht man mehr Funktionsräume«, unterstrich Eggert. Insgesamt sprach er sich für einen Neubau aus, der jedoch statt 135 knapp 180 Betten haben solle, um nicht zuletzt sicherzustellen, dass dort auch eine ansprechende Ausbildung des medizinischen Personals möglich sei. Derzeit habe das Calwer Krankenhaus 189 Betten. Diese Entwicklung möglich zu machen, sei eine Aufgabe, die es 2018 weiter zu bearbeiten gelte.

Auszug aus Schwarzwälder Bote, Teil Calw vom 08.01.2018